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Bamberg

Fußballer als Uni-Botschafter

Eine Delegation besucht Partnerhochschulen an der Elfenbeinküste, um Beziehungen auf- und auszubauen.
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Otto J. Band organisiert die zehnte Fußballtour: In diesem Jahr besuchen die Repräsentanten der Universität Bamberg Partnerhochschulen an der Elfenbeinküste.  Foto: Tim Kipphan
Otto J. Band organisiert die zehnte Fußballtour: In diesem Jahr besuchen die Repräsentanten der Universität Bamberg Partnerhochschulen an der Elfenbeinküste. Foto: Tim Kipphan

Sie sind außergewöhnliche Botschafter der Universität Bamberg: die Fußballspieler der Universitätsauswahlmannschaft. Vom 9. bis zum 26. März reisen 19 Studenten gemeinsam mit dem Trainer und Organisator Otto J. Band, Mitarbeiter im Akademischen Auslandsamt der Universität Bamberg, an die Elfenbeinküste.

Der studentische, akademische und interkulturelle Austausch zwischen Gastgebern und Gästen steht dabei im Vordergrund. Besucht werden unter anderem die Partnerhochschulen der Otto-Friedrich-Universität an der Elfenbeinküste, ein Gymnasium und das Goethe-Institut. Drei Fußballspiele stehen an. "Wir nutzen den Sport als verbindendes Element, um internationale universitäre Beziehungen auf- und auszubauen", erklärt Band. "Meines Wissens sind wir die einzige deutsche Hochschule, die regelmäßig mit einer Fußballmannschaft zu internationalen Partnern reist. Was auch sehr wichtig ist: Für die Studenten bieten diese Reisen eine einzigartige Gelegenheit, fremde Kulturen und Menschen kennenzulernen."

Godehard Ruppert, Präsident der Universität Bamberg, der selbst zeitweise auch wieder teilnimmt, sagt: "Es kommt bei den Partnerhochschulen gut an, dass wir eine solche Reise möglich machen. Wir werden als Universität verstanden, die sich offensichtlich in besonderer Weise für ihre Studierenden und die partnerschaftlichen Beziehungen zu anderen Hochschulen engagiert." Geplant ist in diesem Jahr, die Partnerhochschulen an der Elfenbeinküste zu besuchen: beginnend in der südlich gelegenen Stadt Abidjan über Yamoussoukro bis nach Bouaké im Zentrum des Landes. Gemeinsam mit Godehard Ruppert statten die Studenten unter anderem dem Präsidenten der Université Félix Houphouët-Boigny (UFHB) in Abidjan einen Besuch ab.

Die beiden Präsidenten verhandeln über einen Ausbau der Kooperation, beispielsweise durch neue Stipendien, weitere Austauschplätze für Studierende oder den Austausch von Forschenden. Ein weiteres Ziel ist es, Kontakte zu anderen Hochschulen an der Elfenbeinküste zu knüpfen.

In diesem Jahr wird die Fußballmannschaft von Andreas Weihe, Leiter des Akademischen Auslandsamts, und von Klaus van Eickels, Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte, begleitet. Van Eickels pflegt schon lange Kontakte zu den westafrikanischen Partnerhochschulen. Er unterrichtet regelmäßig an der UFHB und koordiniert die Partnerschaft zwischen dem Institut für Geschichte und dem Département d'histoire der UFHB. Daraus ist 2008 das Partnerschaftsabkommen zwischen den beiden Universitäten entstanden.

Kosten so gering wie möglich

Otto J. Band ist nicht nur Trainer der Mannschaft. Von ihm stammt die Idee für die Fußballtouren, die er selbst organisiert: Er kümmert sich unter anderem um die Flüge, das Programm und die Finanzierung. Durch Kontakte an der Elfenbeinküste werden die Kosten so gering wie möglich gehalten. Einen kleinen Beitrag für Flug und Unterkunft bezahlen die Studierenden selbst. Außerdem hat Band für die insgesamt zehn Auslandsaufenthalte, unter anderem in Südkorea und Argentinien, Geld von Sponsoren eingesammelt: "Ich bin froh, dass wir immer Unterstützer finden konnten, die unser Anliegen mitgetragen haben und bereit waren, die Fußballtouren in hohem Maße zu finanzieren. Der Freistaat Bayern hat in seinem Etat leider keine Mittel für Projekte wie diese." Bands Engagement weiß Godehard Ruppert zu schätzen: "Vielen Dank dafür, dass Sie sich über 15 Jahre lang auf diese Weise für die Universität Bamberg eingesetzt haben!" red