LKR Erlangen-Höchstadt
Bilanz

Fusion bremst das Wachstum der neuen Großsparkasse etwas aus

Ganz im Zeichen der Fusion der beiden Sparkassen Erlangen und Höchstadt stand das vergangene Jahr für die dadurch neu entstandene Sparkasse Erlangen-Höchsta...
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Ganz im Zeichen der Fusion der beiden Sparkassen Erlangen und Höchstadt stand das vergangene Jahr für die dadurch neu entstandene Sparkasse Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach. "Und trotz des nicht unerheblichen Aufwands für die Überprüfung, Neujustierung und Anpassung aller Prozesse und der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen für Banken haben wir 2017 auch gute Ergebnisse im Einlagen-, Kredit- und Dienstleistungsgeschäft erzielt", sagte der Vorsitzende des Vorstandes, Johannes von Hebel, bei der Jahrespressekonferenz.
Wie es in einer Pressemitteilung des Instituts heißt, erhöhten sich unter anderem die Kredite für Firmen- und Gewerbekunden um 54 Millionen Euro auf 1,7 Milliarden Euro, die Kredite an Privatkunden um zehn Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro. Die Ausweitung sei damit allerdings niedriger als im Vorjahr und auch geringer als das durchschnittliche Wachstum der bayerischen Sparkassen.
Trotz des nach wie vor insbesondere bei Neuobjekten begrenzten Immobilienangebots vor Ort sei das schon seit Jahren sehr erfolgreiche Immobilienvermittlungsgeschäft noch weiter ausgebaut worden. Das vermittelte Objektvolumen stieg 2017 um rund 20 Prozent.
Auch das Bauspargeschäft verzeichnete Zuwächse. Die neu abgeschlossene Bausparsumme erhöhte sich 2017 um zwölf Prozent. "Gerade in Zeiten, in denen es auf konventionelle Sparformen kaum mehr Zinsen gibt, kommt einem frühzeitigen Aufbau der Altersvorsorge eine hohe Bedeutung zu", führte das Mitglied des Vorstandes, Walter Paulus-Rohmer, aus. "Daher ist es erfreulich, dass wir die Anzahl der neu abgeschlossenen Altersvorsorgeverträge um rund acht Prozent erhöhen konnten, bei allerdings leicht rückläufigem Geschäftsvolumen."


Ergebnis auf Vorjahresniveau

Gestiegen sei auch das Umsatzvolumen im Wertpapiergeschäft um rund sieben Prozent auf 520 Millionen Euro, ebenso der Bruttoabsatz bei den Produkten der Deka, dem zentralen Wertpapierhaus der Sparkassen-Finanzgruppe, um rund zwölf Prozent auf 120 Millionen Euro. Im Einlagengeschäft habe die Sparkasse die Gesamteinlagen um weitere 356 Millionen Euro auf 4,8 Milliarden Euro gesteigert. Hierzu hätten insbesondere Privatkunden mit einer Erhöhung ihrer Einlagen um 301 Millionen Euro beigetragen.
"Auch 2017 hat die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank zu einem weiteren Rückgang unseres Zinsüberschusses um rund sechs Millionen Euro geführt", erläuterte der stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes, Reinhard Lugschi. Durch verschiedene Maßnahmen habe man das Jahresergebnis dennoch auf Vorjahresniveau gehalten.
Der Personalstand verringerte sich laut Pressemitteilung leicht auf 1021 Mitarbeiter, da-runter 68 Auszubildende. Das liege daran, dass frei werdende Stellen (Renteneintritt, natürliche Fluktuation) nicht mehr besetzt wurden. "Auch nach der Fusion sind die Arbeitsplätze bei der Sparkasse sicher", betonte von Hebel.
"Im Jahr 2018 wollen wir die bisher sehr gut verlaufene Fusion erfolgreich abschließen", blickte der Vorsitzende des Vorstands auf 2018 voraus. "Das menschliche Miteinander funktioniert - so wie ich das mitbekomme -, als wäre es über viele Jahre gut eingespielt." red
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