Fürnbach

Fürnbach ist seine Leidenschaft

Seit 30 Jahren ist Reiner Weinbeer bei der DJK Fürnbach eine echte Größe. Selbst spielt er nach wie vor in der zweiten Mannschaft aktiv Fußball, hat aber gleichzeitig auch noch viele weitere Posten im Verein inne.
Artikel drucken Artikel einbetten
Reiner Weinbeer (links) zusammen mit SG-Trainer Sebastian Stäblein
Reiner Weinbeer (links) zusammen mit SG-Trainer Sebastian Stäblein
+1 Bild

Im Alter von 15 Jahren zog Reiner Weinbeer zusammen mit seiner Familie nach Prölsdorf, einem unmittelbaren Nachbarort von Fürnbach. Der damalige Jugendspielleiter Klaus Winkler war es, der ihn von der DJK überzeugte. Bis heute verbindet die beiden eine gute Freundschaft.

Zusammen mit vielen Klassenkameraden startete Weinbeer in seine beeindruckende Laufbahn bei der DJK Fürnbach, rasch gewann er seine erste Jugendmeisterschaft. In der Saison 1993/1994 stand er dann schließlich erstmals für die erste Herrenmannschaft auf dem Feld, mit der er gleich mal den Aufstieg in die A-Klasse feiern durfte.

Drei Tage wach

Für Weinbeer bis heute der Höhepunkt seiner Karriere: "Es wurde drei Tage lang nur gefeiert. Wir setzten uns als Tabellenzweiter in drei spannenden Ausscheidungsspielen erfolgreich gegen die Konkurrenz durch", schwärmt der heute 45-Jährige und fährt fort: "In der damaligen A-Klasse musste man damals teilweise sogar bis tief in die Rhön fahren. Hierfür wurde jedes Auswärtsspiel ein Bus für Spieler und Fans gemietet. Die Gaudi während der Fahrt kann man sich vorstellen! Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es tun."

Rund 16 Jahre gehörte Weinbeer fortan fest zum Kader der ersten Mannschaft. Seit 2009 kickt er zwar nur noch in der zweiten Elf, stets aber ist er der Fürnbacher Ersten treu geblieben. Als Spielleiter und Verantwortlicher für die Vereinstransfers stellt er bis heute eine tragende Rolle für den derzeitigen Tabellenfünften der A-Klasse 5 dar.

Feierbiest Reiner Weinbeer

Als Vorstandsmitglied der DJK Fürnbach und des eigenen Fördervereins sowie als Organisator verschiedenster Feste und des jährlich stattfindenden Trainingslagers lebt er das Vereinsmotto "Sag ja zu deiner DJK!" wie kein Zweiter in vollen Zügen aus. Am meisten Spaß bereitet ihm nach wie vor das Vorbereiten der jährlich stattfindenden Beach-Party des Vereins, bei der es durchaus schon einmal vorkommen kann, dass die Nacht zum Tag gemacht wird: "Irgendwie schaffe ich es da immer, bei den letzten Feiernden mit dabei zu sein", scherzt er.

Was für ihn die DJK Fürnbach im Amateurbereich ist, das ist für Reiner Weinbeer der Hamburger SV bei den Profis. Regelmäßig zieht es ihn ins Volksparkstadion. Zahlreiche Fanartikel zieren sein Zuhause. Mindestens einmal im Jahr verbringt er zusammen mit dem ehemaligen Fürnbacher Trainer Werner Rößler ein Wochenende in der Hansestadt. "Für mich ist und bleibt Hamburg die schönste Stadt der Welt, mit dem schönsten Stadion Deutschlands", schwärmt der 45-Jährige, der seit seiner Kindheit mit Stolz das HSV-Trikot trägt. "Die weiteste Reise, die ich je mitgemacht habe, ging nach Wien. Aber auch bei jedem Relegationsspiel der ersten Bundesliga war ich live mit dabei", fährt er fort.

Zur aktuellen Tabellensituation seines Clubs, die nicht mehr so gut aussieht wie noch vor ein paar Wochen, reagiert Weinbeer recht gelassen: "Die Hoffnung stirbt zuletzt - wie immer in Hamburg. Ich hoffe, dass es bis zum Ende doch noch zum Aufstieg reicht. Es ist halt mal wieder eine typische HSV-Saison mit Freud und Leid. Aber egal welche Liga, es gilt immer: Nur der HSV!"

Wer in der heutigen Zeit so viel Leidenschaft und Einsatz für eine Sache zeigt wie Reiner Weinbeer, der darf sich zu Recht als wahres Aushängeschild bezeichnen lassen. Das bekräftigt auch noch einmal Fürnbachs Spielertrainer Sebastian Stäblein, der den Hut vor dem Routinier zieht: "Reiner vertritt die DJK mit sehr viel Herzblut und zeigt immer immensen Einsatz", sagt der Coach.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren