Tettau
Theater

Fürchterlicher Drache stirbt in der Matthäuskirche

Es war zu schön um wahr zu sein. Die Neue Tettauer Theatergruppe sollte mit vorwiegend Spechtsbrunner Darstellern auf dem Platz zwischen Backhaus und Matthäuskirche das Stück "Der Drache vom Arnsbacht...
Artikel drucken Artikel einbetten
Szene aus dem Stück "Der Drache vom Arnsbachtal und die schöne Schultheißtochter" in Spechtsbrunn Foto: Norbert Kleinteich
Szene aus dem Stück "Der Drache vom Arnsbachtal und die schöne Schultheißtochter" in Spechtsbrunn Foto: Norbert Kleinteich

Es war zu schön um wahr zu sein. Die Neue Tettauer Theatergruppe sollte mit vorwiegend Spechtsbrunner Darstellern auf dem Platz zwischen Backhaus und Matthäuskirche das Stück "Der Drache vom Arnsbachtal und die schöne Schultheißtochter" aufführen. Eingeladen hatte der Heimat- und Tourismusverein Oberland am Rennsteig und Kirchgemeinde Spechtsbrunn/Hasenthal. Doch an diesem Tag schien der Wettergott nicht auf ihrer Seite zu stehen. Stattdessen wurden die Kulissen so gut es ging in die Kirche befördert, wo die Theateraufführung des Stücks aus der Feder des Spechtsbrunners Günther Schmidt im Trockenen stattfand.

Ein verkappter Prinz

Mit einem musikalischen Auftakt stimmte Laura Hampe, Jeanette und Toralf Traut von der Gruppe "DieWirSind" das zahlreiche Publikum mit dem Song "Ja, so war'ns die alten Rittersleut'" ein, wonach ein fürchterlicher Drache im Altarraum erschien. Den hatte ein Raubritter sich zu Eigen gemacht, um die Bewohner im Dorf in Angst und Schrecken zu versetzen. Der Schultheiß (Vereinsvorsitzender Wolfgang Heinz) weiß sich nicht mehr zu helfen. Nun kommt ein Spielmann (Justin Kröckel), der ein verkappter Prinz ist. Er möchte den Drachen töten, weil der Schultheiß ihm die Tochter (Celine Kröckel) zur Frau versprochen hat. Noch etwas ungläubig stutzt das Ehepaar. Doch mit Seil und Flöte schafft es der Prinz den Drachen zu töten. Zum Schluss löst sich alles in Wohlgefallen auf und die Zuschauer erleben ein Happyend mit Heirat. Das war freilich ein Grund, um die Aufführung mit mächtigem Applaus zu honorieren.

Die Neue Tettauer Theatergruppe gibt es seit 2007, gegründet von Benjamin Baier und Markus Eckardt zusammen mit Gleichgesinnten. "Heuer spielt die Theatergruppe zum dritten Mal in Spechtsbrunn", so Vereinsvorsitzender Heinz, und die Darsteller kamen nun zum Großteil auch aus Spechtsbrunn.

Dass die Neue Theatergruppe in Spechtsbrunn Furore macht, ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass Ines Pechtold, Ärztin in Tettau, Mitglied im Theaterverein ist. Sie organisiert das meist in Spechtsbrunn. nk

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren