Hammelburg
Bundeswehr

Für Kriegsgräber gesammelt

Das Offizieranwärter-Bataillon 2 aus Hammelburg (OA-Bataillon 2) übergab kürzlich Spenden in Höhe von 32 600 Euro an den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Das Geld stammt aus der jährlichen Sp...
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Mit den Spenden werden Kriegsgräberstätten wir hier im italienischen Costermano betrieben und erhalten.  Foto: Volksbund/Andrea Fritzsche
Mit den Spenden werden Kriegsgräberstätten wir hier im italienischen Costermano betrieben und erhalten. Foto: Volksbund/Andrea Fritzsche

Das Offizieranwärter-Bataillon 2 aus Hammelburg (OA-Bataillon 2) übergab kürzlich Spenden in Höhe von 32 600 Euro an den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Das Geld stammt aus der jährlichen Spendensammlung in der Region rund um Hammelburg. Die Sammlung durch die angehenden Bundeswehr-Offiziere hat Tradition in Unterfranken.

"Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung des OA-Bataillons, das Jahr für Jahr hervorragende Ergebnisse erzielt und zu den erfolgreichsten Sammlern der Bundeswehr in Bayern gehört", so Volksbund-Bezirksgeschäftsführer Oliver Bauer bei der symbolischen Scheckübergabe in Hammelburg.

Bestes Spendenergebnis

Bauer dankte dem Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Simon Leidner, für seine Unterstützung und Oberstabsfeldwebel Georg Röding sowie Stabsfeldwebel Thomas Knüttel für ihr Engagement bei der Organisation der Sammlung. Das Gesamtergebnis von rund 32 600 Euro ist das Beste der vergangenen Jahre. Auch Oberstleutnant Leidner lobte die Leistung seiner Soldaten: "Wir bilden hier die Führungskräfte der Zukunft aus. Es ist ein tolles Zeichen, dass diese mit großen Engagement für die Kriegsgräberfürsorge Spenden sammeln."

Die Sammlung für den Volksbund ist seit Jahrzehnten eine wichtige Säule für die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge. Spenden und Zuwendungen decken rund 70 Prozent der Aufwendungen des Volksbunds bei seinen vielfältigen Aufgaben. "Ohne diese Unterstützung könnte die Pflege von rund 2,7 Millionen deutschen Soldatengräbern, überwiegend an den europäischen Schauplätzen des Ersten und Zweiten Weltkriegs, nicht geleistet werden." Die Entstehung der Kriegsgräberfürsorge ist unmittelbar mit dem Ersten Weltkrieg verbunden, dessen Ende sich in diesen Tagen zum 100. Male gejährt hat.

Obwohl ein Jahrhundert seit dem Ende des Ersten beziehungsweise 73 Jahre seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen sind, werden immer noch Opfer beider Kriege gefunden und geborgen. Erst vor wenigen Wochen wurde in Wolgograd ein Sammelgrab mit mehr als 1800 Toten gefunden. Die gefallenen deutschen Soldaten der Schlacht um Stalingrad im Winter 1942/43 waren offenbar im beginnenden Frühjahr 1943 wegen drohender Seuchengefahr hastig in einer kleinen Schlucht begraben worden. Das wenige Wochen nach Ende der Gefechte angelegte Massengrab war danach in Vergessenheit geraten. Diese Toten werden jetzt geborgen, soweit möglich identifiziert und auf der Kriegsgräberstätte Rossoschka würdevoll eingebettet. Oliver Bauer

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