Gräfenberg
gräfenberg.inFranken.de  Bundesweit erstmalig erhalten Absolventen das Zertifikat "Fachpädagogin/Fachpädagoge für Ganztagsschulen (IHK)".

Für gute Ganztagsschulen fortgebildet

Zu den gegenwärtig wichtigsten bildungspolitischen Entwicklungen gehört der in Deutschland stark vorangetriebene Ausbau von Ganztagsangeboten an Schulen. Die Entwicklung des Ausbaus wird von der Herau...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Lehrgangsabsolventinnen mit (oben, v. r.) Hans-Jürgen Nekolla (Bürgermeister Gräfenberg), Herrmann Ulm, Bernd Rehorz und Michael Waasner (IHK Oberfranken), Heike Maria Schütz und Anna-Maria Seemann (Akademie für Ganztagsschulpädagogik) Foto: AfG
Die Lehrgangsabsolventinnen mit (oben, v. r.) Hans-Jürgen Nekolla (Bürgermeister Gräfenberg), Herrmann Ulm, Bernd Rehorz und Michael Waasner (IHK Oberfranken), Heike Maria Schütz und Anna-Maria Seemann (Akademie für Ganztagsschulpädagogik) Foto: AfG
Zu den gegenwärtig wichtigsten bildungspolitischen Entwicklungen gehört der in Deutschland stark vorangetriebene Ausbau von Ganztagsangeboten an Schulen. Die Entwicklung des Ausbaus wird von der Herausforderung begleitet, qualitativ hochwertige Angebote bereitzustellen, insbesondere mit Blick auf die Qualifikation der Mitarbeiter.
Der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formulierte Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Schulen wird den Fachkräftebedarf in diesem Segment weiter erhöhen. Auf diese Situation hat die Akademie für Ganztagsschulpädagogik (AfG) unter anderem durch die Entwicklung eines umfangreichen Fortbildungslehrgangs reagiert, der von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Oberfranken zertifiziert und vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus für koordinierende Funktionen an Ganztagsschulen anerkannt wurde.
Am AfG-Fortbildungscampus gab es nun eine außergewöhnliche Veranstaltung: Deutschlandweit erstmals erhielten Absolventinnen und Absolventen das Zertifikat "Fachpädagogin/Fachpädagoge für Ganztagsschulen (IHK)". Der AfG-Fortbildungscampus befindet sich im Schulzentrum Gräfenberg.
In dessen Aula versammelten sich über 150 Mitwirkende und Gäste: Schüler, Dozenten, Bildungspolitiker, Pädagogen und die 29 Absolventen des Pilot- und des ersten regulären Fortbildungsjahrgangs. Mit einem fulminanten Programm sorgten die Musikklassen der Ritter-Wirnt-Realschule für eine stimmungsvolle Begleitung des Programms.
Die Leiterin der Akademie, Heike Maria Schütz, sagte: "Diese Veranstaltung ist eine von und mit Menschen, die sich für gute Ganztagsschulen engagieren." Größten Respekt hätten alle Lehrgangsteilnehmer verdient: Sie hätten sich auf eine anspruchsvolle Qualifizierung konzentriert und sich den Anforderungen erfolgreich gestellt.
Nach 500 Lehrgangsstunden, davon 80 als Präsenzseminare, 16 schriftlichen Hausaufgaben, einer Abschlussarbeit sowie einem schriftlichen und einem mündlichen Test war es so weit: Die Absolventen erhielten aus den Händen von Anna-Maria Seemann (AfG) und Bernd Rehorz (IHK) ihre Zeugnisse.
Sie blicken zurück auf einen intensiven Lehrgang mit einem breiten Themenspektrum, das von den Grundlagen der Ganztagspädagogik über Entwicklungspsychologie, Gruppenführung und Strategien des sozialen Lernens, Fragen der Medienerziehung und der Gesundheitsförderung, der kulturellen Vielfalt bis hin zu Projekt- und Datenmanagement sowie Qualitätsentwicklung reichte. Dank von Schütz ging auch an die Mittelschule und die Realschule Gräfenberg, die den Fortbildungscampus der AfG in vielfältiger Weise unterstützen.
Als Landrat des Landkreises Forchheim hob Hermann Ulm (CSU) die bewährte Zusammenarbeit vieler Akteure beim Ausbau von Ganztagsangeboten hervor. Er würdigte auch die Jahrgangsbesten: Claudia Leistner mit einer Abschlussarbeit zum Thema "Jahreszeiten im Schulgarten", Mathilde Niehaus ("Möglichkeiten und Grenzen der Lesesozialisation in der Ganztagsschule"), Andrea Stern ("Fit for future in der Ganztagsschule durch soziales Lernen und Partizipation"), Nicole Breuer ("4. Klasse - Übertritt. Wie führe ich diese Kinder in der offenen Ganztagsschule durch das Schuljahr?"), Eva von Karpowitz ("Die positiven Wirkungen eines Schulhundes auf Schüler in der Ganztagsschule") und Andrea Ordner ("Gewaltprävention und Deeskalation im schulischen Bereich"). red


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren