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Für eine breitere Straße hat die Stadt kein Geld

Die Straße zwischen den beiden Coburger Stadtteilen Cortendorf und Rögen durch den Bausenberg bleibt in den nächsten Jahren unverändert. Einerseits ist dem ...
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Die Straße zwischen den beiden Coburger Stadtteilen Cortendorf und Rögen durch den Bausenberg bleibt in den nächsten Jahren unverändert. Einerseits ist dem Bau- und Umweltsenat eine durchgängig 6,50 Meter breite Straße mit Geh- und Radweg zu teuer, zum anderen wurden am Mittwoch in der Bausenatssitzung Zweifel an einem Ausbau laut. Im September hatte die Fraktion der Christlichen Sozialen Bürger (CSB) im Coburger Stadtrat "die verkehrssichere Herstellung der Cortendorfer Straße" beantragt. Zu schmal und in einem "beklagenswerten Zustand" sei die Straße, so die Begründung.


Nur an einigen Stellen

Ein kompletter Ausbau der rund zwei Kilometer langen Straßen sei nicht die Absicht des Antrags gewesen, sagte CSB-Stadtrat Hans-Heinrich Ulmann. Nur an einigen Stellen müsse etwas getan werden. Aktuell variiert die Fahrbahnbreite zwischen 8,50 und fünf Metern. Im Verlauf der Diskussion zog Ulmann den Antrag seiner Fraktion zurück und Gerhard Knoch, Leiter des Entsorgungs- und Baubetriebs sagte zu, die Wartungsarbeiten möglichst zu intensivieren. Darüber steht jedoch der Zwang, den Haushalt der Stadt zu konsolidieren.
Ausbauarbeiten an der Straße durch den Bausenberg bedeuten stets großen Aufwand. "Mit der Einstufung als Hauptverkehrsstraße gibt es für Zuschüsse, aber nur bei einem Ausbau nach den gültigen Richtlinien." Die Straße entspricht nach den Worten von Gerhard Knoch nicht den aktuellen Normen, sei aber bis auf einige Längsrisse an einigen Stellen am Fahrbahnrand in Ordnung. "Wir füllen regelmäßig die Bankette auf, das ist ein typischer Schaden, der aus der geringen Breite herrührt."
Der Ausbau der Straße durch den Bausenberg ist ein altes Vorhaben. Der Bau- und Umweltsenat hat bereits im Juli des Jahres 2009 einer seinerzeit gefertigten Entwurfsplanung einstimmig zugestimmt. 2010 hatte das damals beauftragte Planungsbüro die Kosten mit rund 3,7 Millionen Euro errechnet. Wegen des klammen Etats der Stadt ist das Projekt bislang nicht weiter verfolgt und im Mittelfristigen Investitionsplan (MIP) der Stadt immer wieder verschoben worden. Neben einem Geh- und Radweg waren eine Abbiegespur für den Abzweig nach Rödental-Waldsachsen vorgesehen und ein Verkehrskreisel am Ortseingang von Rögen.
2010 hatten sich mehrere Unfälle auf der kurvigen Strecke ereignet, worauf Leitplanken und Markierungen installiert wurden. Damit sank die Zahl der Unfälle, so Katja Link von der Stadtplanung. Ordnungsamt und Baubetrieb sehen die Verkehrssicherheit als gegeben an.
Quer durch alle Fraktionen sprach sich der Bau- und Umweltsenat gegen einen "feudalen Ausbau" aus. cw
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