Bamberg

Für die Wehr wird ein Traum wahr

Am Ochsenanger entsteht ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus für die Löschgruppen Domberg und Gaustadt.
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Ansichtspläne des neuen Feuerwehrgerätehauses
Ansichtspläne des neuen Feuerwehrgerätehauses
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Es ist ein wichtiger Tag für die Bamberger Freiwillige Feuerwehr: Am Freitag startete mit dem offiziellen ersten Spatenstich der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehaues der Löschgruppen 5 (Domberg) und 6 (Gaustadt). Am neuen Standort Heinrich-Semlinger-Straße/Ecke Unterer Leinritt im Stadtteil Gaustadt werden ab Frühjahr 2020 insgesamt 91 Feuerwehrkameraden sowie vier Floriansjünger eine neue Heimat finden. Nach dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses in der Wunderburg an der Rotensteinstraße im Jahr 2017 ist dies ein weitere wichtiger Schritt zur Modernisierung der Freiwilligen Feuerwehr in ihren Standorten, berichtet die städtische Pressestelle.

Die beiden bestehenden Standorte der Löschgruppen 5 und 6 in der Oberen Karolinenstraße im Hinterhof der Residenz und in der Steigerwaldstraße weisen neben baulichen Mängeln vor allem organisatorische Defizite auf, so dass Planungen für einen effizienten Neubau angestellt wurden. Der Stadtrat hat sich schließlich für den Neubau des Löschgruppenhauses an der Heinrich-Semlinger-Straße direkt neben der Schule entschieden.

OB sagt Danke

"Hier wird ein Traum wahr", hob Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) die Bedeutung des neuen Gebäudes sowohl für die Bamberger Feuerwehr als auch für "den blühenden Stadtteil Gaustadt" hervor. Sein Dank galt allen, die, angefangen von der politischen Weichenstellung über die Bereitstellung von Fördermitteln bis hin zur Planung, bei der Entwicklung dieses Projektes mitgewirkt und den Beginn dieser Baumaßnahme ermöglicht haben.

Dank finanzieller Unterstützung der Regierung von Oberfranken (178 000 Euro) entsteht hier nun ein modernes Gerätehaus mit drei Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge, ansprechenden Umkleide- und Sanitärräumen sowie einem großzügigen Gemeinschaftsbereich im Obergeschoss, der den beiden Löschgruppen ausreichenden Platz geben wird, eine moderne Feuerwehrgemeinschaft zu bilden. Hier sollen sich die Feuerwehrkameraden zuhause fühlen, sich fortbilden und für Einsätze ausgestattet sein.

Stadtbrandrat Matthias Moyano bestätigte, dass das Zusammenwachsen der beiden Löschgruppen bereits in vollem Gange sei. "Wir wollen gemeinsam etwas Neues schaffen", so Moyano. Durch Synergieeffekte resultiere mit dem neuen Haus ein Mehrwert für beide Löschgruppen.

In seiner Architektur nimmt das Gebäude den Aspekt des nachhaltigen Bauens auf, so wie es bereits im gegenüberliegenden Wohnquartier Am Ochsenanger vorzufinden ist: Ein schlichter, zurückhaltender Kubus in Holzfertigbauweise entspricht der funktionalen Nutzung. Die Außenanlagen beschränken sich auf die nötigsten Befestigungsflächen und werden durch eine Baum- und Strauchbepflanzung ergänzt. Der Übergangsbereich zur Schule soll offen gestaltet werden. Es wird Sitzstufen geben, die zum Verweilen einladen und auch als Klassenzimmer im Grünen genutzt werden können. red

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