Großenseebach

Für den Staat und für die Kinder

In Großenseebach wurden 51 Lehramtsanwärter vereidigt, die nun an Grund- und Mittelschulen in Stadt und Landkreis eingesetzt werden. Schulamtsdirektor Siegfried David wünschte viel Geduld und viel Freude.
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Die jungen Pädagogen schworen auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Freistaats Bayern. Foto: Richard Sänger
Die jungen Pädagogen schworen auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Freistaats Bayern. Foto: Richard Sänger

Der Start ins neue Schuljahr begann für die Dienstanfänger an den Grund- und Mittelschulen in der Stadt Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt mit ihrer Vereidigung bereits am Tag vor dem eigentlichen Schulbeginn.

"Sie werden Teil einer wichtigen Entwicklung im Leben junger Menschen sein", sagte Schulamtsdirektor Siegfried David zu den 51 Lehramtsanwärtern, die am heutigen ersten Schultag ihren Dienst antreten.

Am Montag schworen die Nachwuchskräfte in der Grundschule Großenseebach in einer Feierstunde Treue dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern sowie gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten.

Schulamtsdirektor David zeigte in seiner Ansprache pädagogische Leitlinien im Umgang mit Kindern und Jugendlichen auf. Aufgrund der unterschiedlichen Lern- und Lebensbiografien der Kinder seien Führung, Grenzsetzung wie auch ein grundsätzlich positiver pädagogischer Bezug zu den Schülern gleichermaßen von Bedeutung. Er drückte ebenso wie Seminarleiterin Sabine Sommer seine besondere Freude über den Nachwuchs im Lehrerberuf aus. Dieser sei zwar oftmals sehr anstrengend, mitunter auch nervenaufreibend, bereite durch die intensive persönliche Begegnung jedoch auch sehr viel Freude und Zufriedenheit. Junge Menschen auf dem Weg zur Persönlichkeitsbildung hilfreich zu begleiten, damit ihnen ihr Leben besser gelinge, dies sei die große Herausforderung, der sich die Lehrkräfte nach ihrem Studium stellen werden.

Für den Schulamtsdirektor steht auch die Verantwortung im Vordergrund, die die jungen Lehrkräfte übernehmen. An die Lehramtsanwärter gewandt sagte er: "Unter Ihren Schützlingen werden sowohl Kinder und Jugendliche mit vorhandenen Begabungen und Interessen sein als auch Kinder und Jugendliche, die noch Förderung und Hilfe brauchen."

"Ich wünsche Ihnen Freude dabei, alle Schülerinnen und Schüler zu begleiten und ihnen aufzuzeigen, welche Potenziale in ihnen stecken. Sie werden in diese Aufgabe hineinwachsen. Freuen Sie sich auf die Seminartage! Ich wünsche Ihnen Geduld und Zuversicht, Kraft sowie Mut, aber auch Geduld mit sich selbst, Kraft für den Alltag, denn Sie werden viele Aufgaben zu bewältigen haben", wandte sich Schulamtsdirektor Siegfried David vor der Vereidigung an die Lehramtsanwärter.

Wie er erläuterte, sei die Vereidigung ein äußerer Akt für die Zugehörigkeit zu einer Personengruppe, nämlich den Beamten. So würden die Lehramtsanwärter mit diesem Tag ihre Arbeitskraft in den Dienst des Staates stellen, der auch neuer Dienstherr sei.

Begrüßt wurden die Lehramtswärter auch vom Personalrat und wurden über dessen Aufgaben informiert. Ehe die Anwärter vom Schulamtsdirektor vereidigt wurden, erhielten sie die rechtliche Belehrung über die Dienstpflichten nach dem Beamtenrecht. Herzlich willkommen geheißen wurden die Lehramtsanwärter auch von der Großenseebacher Schulleiterin Ulrike Strobel und Konrektorin Simone Hertlein, die sich beide freuten, dass für die Vereidigung Großenseebach ausgewählt wurde. "Sie haben sich für einen tollen Beruf entschieden und sind damit ein Vorbild für die Kinder, dazu gehört Begeisterung ebenso wie Freude, aber manchmal auch Rückschläge", gab die Schulleiterin den Neuen mit auf den Weg.

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