Eschenbach

Für den heiligen Cyriakus gehen die Christen an die frische Luft

Den 14 Nothelfern ist auch die Kapelle über Eschenbach geweiht. Sie wurde vor Jahren von der Eschenbacher Dorfgemeinschaft in Sichtbeziehung zu Vierzehnheil...
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Der heilige Cyriakus ist einer der weniger bekannten Nothelfer. Der Gottesdienst, der alljährlich zu seinem Gedenktag vor der Eschenbacher Nothelfer-Kapelle stattfindet und zu dem die Eltmanner eine Wallfahrt veranstalten, ist allerdings ein besonderes Erlebnis.  Foto: sw
Der heilige Cyriakus ist einer der weniger bekannten Nothelfer. Der Gottesdienst, der alljährlich zu seinem Gedenktag vor der Eschenbacher Nothelfer-Kapelle stattfindet und zu dem die Eltmanner eine Wallfahrt veranstalten, ist allerdings ein besonderes Erlebnis. Foto: sw
Den 14 Nothelfern ist auch die Kapelle über Eschenbach geweiht. Sie wurde vor Jahren von der Eschenbacher Dorfgemeinschaft in Sichtbeziehung zu Vierzehnheiligen errichtet. Zum Festtag jedes Heiligen, der zu den Nothelfern gezählt wird, findet hier ein Gottesdienst statt.
Etwas aus dem Rahmen fällt der Gottesdienst für den heiligen Cyriakus, denn er wird Anfang August als Freiluftgottesdienst gestaltet.
Von Eltmann her machen sich alljährlich Wallfahrer auf den Weg zur Eschenbacher Nothelferkapelle, um dort gemeinsam mit den Eschenbachern Gottesdienst zu feiern. Pfarrvikar Michael Weck gestaltete die Messe heuer erstmals und war beeindruckt vom Freialtar, der immer mit einem Blumenteppich geschmückt ist. Musiker der Stadtkapelle Eltmann umrahmten Wallfahrt und Gottesdienst musikalisch, und Michael Weck ging auf den heiligen Cyriakus ein, der um 303 in Rom Opfer der Christenverfolgung wurde.
Er wird in der katholischen und orthodoxen Kirche als Märtyrer verehrt. Der außergewöhnliche Name bedeutet "dem Herrn gehörig", wie auch der Name Dominikus. Sein katholischer Gedenktag ist der 8. August.
Viel ist über Cyriakus nicht bekannt, vermutlich war er ein aus Alexandrien stammender Arzt oder Exorzist. Die Legende berichtet, dass er die Tochter des Kaisers Diokletian von einer Besessenheit geheilt habe. Wohl aus Dankbarkeit blieb Cyriakus von der Christenverfolgung unter Diokletian verschont, doch bei den Christenverfolgungen des Mitkaisers Maximilian wurde Cyriakus mit seinen Gefährten gefangen und starb dann den Märtyrertod.
Oft wird Cyriakus mit dem Teufel dargestellt, den der Heilige gefesselt an einer Kette führt, oft ist er aber auch als Diakon mit der Palme der Märtyrer in der Hand zu sehen. Als Nothelfer könne Cyriakus auch heute gegen "böse Geister" angerufen werden, erklärte Pfarrvikar Michael Weck in seiner Predigt. Die Rückbesinnung auf das wirklich Wesentliche im Leben könne helfen gegen vieles, was belaste und Kraft raube. sw

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