Haßfurt

Für bessere Mobilität im Landkreis gibt es viele Möglichkeiten und Wege

Lösungsansätze für die landkreisweite Mobilität wurden am Donnerstag im Sitzungssaal des Landratsamtes in Haßfurt anlässlich der Abschlussveranstaltung zum Mobilitätskonzept präsentiert. Nach fast ein...
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Landrat Wilhelm Schneider (vorne) und Christoph Gipp vom IGES-Institut (hinten) stellten Möglichkeiten vor, die Mobilität der Landkreisbewohner zu erhöhen.  Foto: cl
Landrat Wilhelm Schneider (vorne) und Christoph Gipp vom IGES-Institut (hinten) stellten Möglichkeiten vor, die Mobilität der Landkreisbewohner zu erhöhen. Foto: cl

Lösungsansätze für die landkreisweite Mobilität wurden am Donnerstag im Sitzungssaal des Landratsamtes in Haßfurt anlässlich der Abschlussveranstaltung zum Mobilitätskonzept präsentiert.

Nach fast einem Jahr Tätigkeit konnte Christoph Gipp vom beauftragten IGES-Institut aus Berlin Ergebnisse aufzeigen, die sich auch vor Ort realisieren lassen. So wurden Mobilitätsstationen empfohlen, die nach außen hin mit dem Logo des Landkreises die gleiche Erscheinung haben sollen. In den einzelnen Ortschaften könnten diese je nach Bedarf mit verschiedenen Modulen bestückt werden, wie zum Beispiel ÖPNV-Haltepunkt sowie überdachte Fahrradabstellanlage, Stellplätze für Carsharing, Fahrgastinformationen und noch vielem mehr. In einer ersten Ausbaustufe könnte die Maßnahme in Haßfurt, Zeil, Ebelsbach/Eltmann und Ebern realisiert werden, sagte Gipp.

Zur Reduzierung des privaten Pkw-Verkehrs und als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) seien, so Gipp, sogenannte Dorfautos angedacht, die ähnlich wie bei Carsharing bei Bedarf ausgeliehen werden können.

Freizeitverkehr

Zur Verbesserung des Freizeitverkehrs werden Busverbindungen zu den Attraktionen im Landkreis vorgeschlagen. So ist aus Sicht des Planers ein "Burgenwinkel-Express" sinnvoll, der von Haßfurt aus zu den Burgen im nördlichen Landkreis fährt. Dies könne auch für den südlichen Landkreis mit einem Steigerwald-Express umgesetzt werden, beschrieb der Experte.

Nach den Ergebnissen der Nutzerumfragen stehen viele potenzielle Fahrgäste auch vor dem Problem, dass sie aufgrund fehlender Fahrpraxis nicht wissen, wie sie mit Fahrplänen umzugehen haben oder wo Fahrkarten verkauft werden. Hier könnte ein Mobilitätstraining für alle Nutzergruppen sinnvoll sein, das in kleinen Kursen angeboten wird und die Theorie sowie die praktische Umsetzung zum Inhalt hat.

Auch das betriebliche Mobilitätsmanagement könne für die Beschäftigten attraktiver gestaltet werden, so dass je nach Betriebsgröße ein Shuttleservice, Firmenräder, Carsharing oder ein Fahrkarten-Firmenabo als gute Mittel erscheinen.

Gipp betonte, dass diese Leitkonzepte nicht am Schreibtisch entworfen wurden, sondern vor Ort unter Einbeziehung aller Beteiligten. So gab es Nutzer- und Bürgermeisterumfragen genauso wie Workshops und Regionalkonferenzen, wie er sagte.

Für flexible Lösungen

"Mit geeigneten Maßnahmen wollen wir dazu beitragen, dass sich unsere Region weiterhin positiv entwickelt und die Lebensqualität unserer Landkreisbewohner weiter erhöht wird", sagte auch Landrat Wilhelm Schneider. Eine lückenlose Bedienung aller Orte durch den ÖPNV sei aus ökonomischen Gründen nicht möglich und auch nicht finanzierbar. Deshalb sei der Landkreis Haßberge auf flexible Lösungen angewiesen, erklärte Wilhelm Schneider.

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