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Burghaslach

Für Autobahn-Unfälle gerüstet

Vier Feuerwehren aus dem Einzugsgebiet der A 3 trainierten gemeinsam in Burghaslach.
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Mit dem Spreizer wird eine Tunnelrettung vorbereitet. Fotos: privat
Mit dem Spreizer wird eine Tunnelrettung vorbereitet. Fotos: privat
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Ein Ausbildungstag zum Thema Technische Hilfeleistung fand am vergangenen Samstag in Zusammenarbeit der Feuerwehren Wachenroth, Burghaslach, Schlüsselfeld und Geiselwind am Feuerwehrgerätehaus in Burghaslach statt. Bei dieser ganztätigen Übung trafen drei Regierungsbezirke (Mittel-, Ober- und Unterfranken), vier Landkreise (Erlangen-Höchstadt, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Bamberg und Kitzingen) und vier zuständige Leitstellengebiete (Nürnberg, Ansbach, Bamberg und Würzburg) aufeinander.

Das große Ziel dieses Tages war die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehren. Vor allem im Bereich der Technischen Hilfeleistung haben die Feuerwehren zusammen durch die Zuständigkeiten für einige Abschnitte der A 3 immer häufiger miteinander zu tun. Umso wichtiger sei es, einen reibungslosen Ablauf für die Aufgaben an der Einsatzstelle sicherzustellen, heißt es in einem Pressebericht des Kreisfeuerwehrverbands Erlangen-Höchstadt.

Absicherung und Rettung

Zu Beginn des Tages wurden die Teilnehmer in drei gemischte Gruppen eingeteilt. An der ersten Station, bei der ein Patient schonend mit einer sogenannten Tunnelrettung über den Kofferraum befreit wurde, galt es nach gemeinsamer Abstimmung Schritt für Schritt zum Ziel zu gelangen. Danach ging es an verschiedene Aufgaben, die gruppenweise abgearbeitet wurden. Es wurden die Themen Lkw-Unfall, Pkw auf Dach (Rettung durch den Kofferraum) und Pkw auf Seite (Rettung durch Kofferraum oder Klappen des Dachs) behandelt.

An den Stationen wurden zuerst alle allgemeinen Fakten (vor allem die Absicherung und der stabile Unterbau des Fahrzeugs) besprochen. Im Anschluss legte jeder Feuerwehrdienstleistende persönlich Hand an. Mittels akkubetriebener, hydraulischer Rettungsgeräte wurde jeweils eine Erstöffnung für den inneren Retter - ein Helfer, der die Patientenbetreuung vornimmt -, eine Versorgungsöffnung für den Rettungsdienst und eine Rettungsöffnung geschaffen, um den Verletzten schnellstmöglich versorgen zu können. Als die Rettung der Patientenpuppen erfolgreich gemeistert wurde, konnten an den Autos noch verschiedene Techniken mit den schweren Rettungsgeräten durchgeführt werden.

Am Ende der Übung wurde dann nochmals gemeinsam die sogenannte "Oslo-Methode" und die "Cracking the Egg-Methode" durchgeführt, um das Portfolio an Rettungsmaßnahmen zu erweitern. Danach konnten die Teilnehmer auf einen erfolgreichen und lernintensiven Ausbildungstag im Bereich der Technischen Hilfeleistung zurückblicken. Die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren und das "Zusammenwachsen" der Feuerwehrkräfte wurde an diesem Tag deutlich verbessert, damit sie im Einsatzfall kommunikativ und professionell Hilfe leisten können. red