Oberthulba
gemischtes

Fünf Bauanträge genehmigt

Ohne Gegenstimmen wurden alle fünf vorgelegten Bauanträge vom Gemeinderat der Marktgemeinde Oberthulba durchgewinkt, nachdem die Verwaltung jeweils zuvor mögliche strittige Punkte erläutert hatte. So ...
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Ohne Gegenstimmen wurden alle fünf vorgelegten Bauanträge vom Gemeinderat der Marktgemeinde Oberthulba durchgewinkt, nachdem die Verwaltung jeweils zuvor mögliche strittige Punkte erläutert hatte. So war in einem Fall in Oberthulba zwar die Aufstockung des vorhandenen Wohngebäudes um ein weiteres Geschoss genehmigungsfähig, nicht aber der zusätzliche Bau einer Doppelgarage direkt an der Straße. Dies widersprach der vorhandenen Siedlungsstruktur, da alle Garagen umliegender Anwesen sich im hinteren Bereich der Grundstücke befinden. Die vorhandene Baulinie wäre mit der gewünschten Doppelgarage durchbrochen, würde sich "nicht in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen und ist deshalb gemäß Baugesetzbuch unzulässig". Dies war dem Bauwerber bereits vor der Gemeinderatssitzung mitgeteilt worden, weshalb er den Wunsch einer Doppelgarage bereits Ende Juni schriftlich zurückgenommen hatte und somit die Zustimmung zum geänderten Bauantrag ermöglichte.

"Als letztes Bollwerk des gültigen Bebauungsplans" bezeichnete Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) bei der Beratung eines anderen Bauantrags die Vorschrift, Hausdächer grundsätzlich in roter oder rotbrauner Farbe einzudecken. Befreiungen werden schon seit Jahren erteilt, da diese Vorschrift seit Einführung der anthrazitfarbenen Solarmodule nicht mehr einzuhalten ist. Entsprechend wurde auch diesem Bauwerber die isolierte Befreiung für die Dacheindeckung erteilt, der sein Dach anthrazitfarben eindecken will.

Gern unterstützte der Gemeinderat den Antrag der Firma Liebler Akustik & Trockenbau GmbH in Reith, die Lagerhalle in der Hans-Bördlein-Straße zu erweitern. Zwar werden die Baugrenzen überschritten, so dass der geplante Neubau geringfügig in das Flächenpflanzgebot eines fünf Meter breiten Streifens eingreift. Doch Bäume oder Sträucher sind nicht betroffen, versichert das Unternehmen. Das Schmutzwasser im WC-Bereich und der Teeküche wird über den gemeindlichen Kanal entwässert. "Es ist immer gut, wenn sich im Gewerbegebiet etwas tut", begrüßte der Bürgermeister das Vorhaben und erläuterte dessen Grund. Wegen der zunehmenden Bautätigkeit muss mehr Baumaterial zwischengelagert werden. ksvd

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