Bamberg
Spendenaktion

FT-Leser geben dem Schulmaterialladen eine ordentliche Finanzspritze

Die Schere zwischen Arm und Reich geht unaufhörlich auseinander. Wer sie wieder ein bisschen zusammenpressen will, fängt am besten bei der Bildung an und versucht, allen Kindern die gleichen Chancen z...
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Freuen sich über die Spende der FT-Leser für "Grünstift": Caritas-Mitarbeiterin Luise Löchner (Mitte) und die ehrenamtlichen Helfer Brigitte und Werner Rupp.  Foto: M. Memmel
Freuen sich über die Spende der FT-Leser für "Grünstift": Caritas-Mitarbeiterin Luise Löchner (Mitte) und die ehrenamtlichen Helfer Brigitte und Werner Rupp. Foto: M. Memmel

Die Schere zwischen Arm und Reich geht unaufhörlich auseinander. Wer sie wieder ein bisschen zusammenpressen will, fängt am besten bei der Bildung an und versucht, allen Kindern die gleichen Chancen zu geben, um zu lernen und einen guten Schulabschluss zu erwerben - ganz unabhängig vom sozialen Milieu und den finanziellen Mitteln der Eltern. Genau hier setzt das Projekt "Grünstift" von Caritas und Diakonie an. Es ermöglicht sozial schwächeren Familien, ihren Kindern gutes Schulmaterial für wenig Geld zu kaufen, um hier nicht grundlegend beim Erfüllen der schulischen Anforderungen benachteiligt zu sein.

Diese Ausrichtung überzeugte auch die FT-Leser, die dem Aufruf im Rahmen der Adventsaktion 2018 unseres Spendenvereins "Franken helfen Franken" gefolgt sind und rund 1000 Euro für "Grünstift" überwiesen haben. Die Mediengruppe Oberfranken rundete noch großzügig auf, so dass der Leiter der Bamberger Lokalredaktion, Michael Memmel, unlängst die frohe Kunde an Caritas-Mitarbeiterin Luise Löchner überbringen konnte, dass der Schulmaterial-Laden eine Finanzspritze von insgesamt 1500 Euro erhält. "Das ist eine große Hilfe für das Jahr 2019", freute sich Löchner.

2200 Euro Bedarf pro Jahr

Pro Jahr werden Stifte, Hefte und vieles mehr im Wert von 5000 Euro angeschafft. Da es stark vergünstigt an Familien mit Berechtigungsschein verkauft wird, bleibt ein Defizit von 2200 Euro, das über Spenden gedeckt werden muss.

In diesem Jahr muss sich also der Laden am Babenbergerring 71 keine größeren Finanzsorgen mehr machen. 105 Familien mit rund 200 Schulkindern nutzen die Möglichkeiten von "Grünstift", wobei Löchner schätzt, dass das nur zehn Prozent derjenigen Menschen sind, die das Angebot in Anspruch nehmen könnten.

Auf der anderen Seite stehen zehn Ehrenamtliche von Rotary Bamberg-Domreiter, die den Verkauf abwickeln, wenn der Laden am ersten Mittwoch im Monat geöffnet hat. "Wir sind die rüstigen Rentner des Clubs", lacht Werner Rupp und meint damit auch seine Frau Brigitte, die gerade einen Kunden bedient.

Während diese aktuell nur gelegentlich hereintröpfeln, wenn der Laden jeden ersten Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet hat, ist der Andrang zum Schuljahresbeginn immens. "Da machen wir 90 Prozent unseres Umsatzes", erzählt Löchner. Zumindest in dieser Hinsicht gibt es keinen Unterschied zwischen Arm und Reich. mm



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