Ebern
gedenkfeier

Frühere Soldaten gedachten der Opfer von Krieg und Gewalt

Im Vorfeld des Volkstrauertages legten ehemalige Soldaten des Panzergrenadierbataillons 101/103 und des Panzeraufklärungsbataillons 12 auf dem Ehrenhain an den Gedenksteinen der Bataillone in der früh...
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Gabi Rögner hielt die Gedenkrede in der ehemaligen Kaserne.  Foto: pv
Gabi Rögner hielt die Gedenkrede in der ehemaligen Kaserne. Foto: pv

Im Vorfeld des Volkstrauertages legten ehemalige Soldaten des Panzergrenadierbataillons 101/103 und des Panzeraufklärungsbataillons 12 auf dem Ehrenhain an den Gedenksteinen der Bataillone in der früheren Kaserne Kränze nieder.

Reservisten der Bundeswehr aus der Kameradschaft Ebern stellten die Ehrenwache. Reiner Dehler, Vorsitzender des Kameraden- und Freundeskreises ehemaliger Panzergrenadiere, sowie Oberstleutnant Wolfgang Hagedorn, Vorsitzender der Kameradschaft ehemaliger 12er Panzeraufklärer, empfingen die ehemaligen Bundeswehrsoldaten der beiden Bataillone.

Ansprachen hielten die Eberner Stadträtin Gabi Rögner, Generalleutnant a. D. Hubertus von Buttler, Pater Pfarrer Rudolf Theiler und Referent Stockbridge (ehemaliger englischer Militärpfarrer). Alle vier sprachen bei ihren Gedenkreden nachdenkliche und mahnende Worte und ermutigten gleichzeitig dazu, den Menschen in Not beizustehen.

Stadträtin Gabi Rögner sagte bei ihrer Gedenkrede unter anderem: Gott sei Dank gebe es die Tradition, dass hier in der ehemaligen Kaserne an Opfer von Krieg und Gewalt gedacht wird. Sie zeigte sich dankbar, dass die beiden Vorsitzenden der Verbände hierzu einladen und dieser Feier ein würdiger Rahmen verliehen wird.

Namen und Schicksale

Nach ihren Worten soll der eigentliche Volkstrauertag - wie auch diese Stunde mit dem Gedenken - ein Blick zurück in die Vergangenheit, ein Blick auf Soldatengräber sein. Nicht für die Steintafeln stehe man heute hier, sondern für die Menschen, deren Schicksale hinter diesen Tafeln stehen. Dass diese unfassbare Zahl an Namen auf Steintafeln und jene Gefallenen und Getöteten, welche nicht irgendwo niedergeschrieben oder genannt sind, zu einem Umdenken bewegen, wünschte sie. Sie trat dafür ein, dass nicht weitere unschuldige Menschen ihr Leben oder ihre Gesundheit in sinnlosen Kriegen geben müssen, dass die Menschen heute in Offenheit und Toleranz leben können und dass alle Verantwortung dafür tragen, dass es nicht mehr zu Kriegen und Terror kommt. "Nochmals, nicht für die Steintafeln stehen wir hier, sondern dafür, dass nicht unserer Kinder, Enkel, unserer Schwestern und Brüder, unserer Mütter und Väter, unserer Freunde und auch nicht uns selbst je gedacht werden muss."

Den Soldaten gedankt

Sie fuhr fort: "Abschließend und ganz besonders heute und an diesem Ort danken und denken wir wiederum an unsere im Einsatz befindlichen Soldaten unserer Bundeswehr. An die Entbehrungen und an ihr persönliches, teils lebensgefährliches Engagement für unser Land sowie für die Vereinten Nationen, für die Nato. Wie ebenso der mutigen Männer und Frauen, die für den Friedenseinsatz ihr Leben lassen mussten. Denn auch ihr Tod mahnt uns zur Verteidigung demokratischer Werte, für dauerhaften Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Für Einigkeit und Recht und Freiheit."

Kränze niedergelegt

Das Lied "Ich hat' einen Kameraden" aus der Trompete von Alfons Baum erklang. Dazu legten Reiner Dehler und Wolfgang Hagedorn Kränze nieder. pv

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