Bamberg

Frohe Kunde für St. Michael

St. Michael wird mit 48 Millionen Euro komplett saniert: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat jetzt die Förderung der Sanierung von Kirche und Klosteranlage beschlossen. Geld gibt es auch für den Klimaschutz
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Die Gesamtsanierung von St.Michael ist nun finanziell abgesichert. Foto: Ronald Rinklef
Die Gesamtsanierung von St.Michael ist nun finanziell abgesichert. Foto: Ronald Rinklef
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Das ehemalige Kloster St. Michael ist eines der wichtigsten Denkmäler im Welterbe Bamberg. Am Donnerstag hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen, dass die Sanierung von Kloster und Kirche insgesamt mit 24 Millionen Euro gefördert wird, bei einem Gesamtbauvolumen von 48 Millionen Euro. Die anderen 24 Millionen Euro stellen das Land und die Stadt bereit. Dies teilte der Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz (SPD) mit.

Für die Öffentlichkeit

"Jetzt können die Vorbereitungen dafür getroffen werden, das Kloster und die Kirche komplett zu sanieren. Es ist wunderbar, dass es gelungen ist, meine Kollegen im Haushaltsausschuss für die Investition in die Klosteranlage St. Michael zu gewinnen", freut sich der Bundestagsabgeordnete. Ziel ist es, das beeindruckende Gebäudeensemble der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, wie auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Silberhorn (CSU) mitteilte.

Die Sanierung der Klosteranlage St. Michael ist nach der Förderung der Sanierung des Rathauses in Forchheim mit über 7,5 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt die zweite Großinvestition des Bundes in den Wahlkreis innerhalb weniger Monate. Weitere millionenschwere Investitionen seien in Vorbereitung, heißt es in der Mitteilung.

Die gewaltige Investition in die Stadt werde großen Einfluss auf den Welterbestandort Bamberg haben. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) aus dem Rathaus: "Das ist eine sensationelle Unterstützung für unser wichtigstes Sanierungsvorhaben". Starke dankte allen Beteiligten, allen voran MdB Andreas Schwarz.

Ende der Flickschusterei

"Der Michelsberg ist einer meiner Lieblingsplätze in Bamberg. Dieses eindrucksvolle Ensemble aus Kirche und Klosteranlage ist von fast überall in der Stadt zu sehen. Umso mehr freut es mich, dass mit der großzügigen Förderung nun die Flickschusterei an der Klosteranlage beendet werden kann und St. Michael bald im neuen, alten Glanz erstrahlen wird", so Andreas Schwarz abschließend.

Und eine weitere frohe Kunde hat Schwarz parat: Die Region Bamberg wird Vorreiterin in Sachen Klimaschutz und Klimawandel: Auf Initiative des Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordneten werden dafür mehr als eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Das habe jetzt ebenfalls der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen.

Schwarz: "Wir alle haben die Auswirkungen des Klimawandels in diesem Rekordsommer zu spüren bekommen. Die Hitzewelle setzte den Menschen zu, Felder verdorrten, einige Flüsse trockneten aus und die Binnenschifffahrt kam teilweise zum völligen Erliegen. Die Antworten auf den Klimawandel müssen zwar weltweit verhandelt, aber lokal umgesetzt werden. Die Region Bamberg soll für den nationalen Klimaschutz richtungsweisend sein. Es braucht dafür mehr als warme Worte. Es braucht eine kluge Strategie, die den Klimaschutz vorantreibt und die Menschen dabei mitnimmt."

Im Modellprojekt werden konkrete Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr, der Ausrichtung von Grünanlagen und Parks, dem Insektenschutz und der Bewahrung alter Pflanzensorten, dem Nachhaltigkeitslernen und zur Förderung der Gärtnertradition durchgeführt. red



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