Ebermannstadt

Frische Ideen für Ebermannstadt

Mit dem Projekt "Stadt-up" sollen Leerstände und inaktive Gewerbeflächen belebt werden. Derzeit gibt es 15 in der Stadt.
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Annika Eckert will mit "Stadt-up" Ebermannstadt beleben. Foto: Carmen Schwind
Annika Eckert will mit "Stadt-up" Ebermannstadt beleben. Foto: Carmen Schwind

Im September startete in Ebermannstadt der Businesswettbewerb "Stadt-up". Einfallsreiche Unternehmer oder Menschen mit Ideen, die sich selbstständig machen möchten, können an diesem Wettbewerb teilnehmen und unterstützende Dienstleistungen von Kooperationspartnern im Gesamtwert von über 60 000 Euro gewinnen.

"Da kann wirklich jeder mitmachen, der eine gute Idee hat. Einfach bei uns melden und darüber sprechen. Wir begleiten dann auch", sagt die Zentrenmanagerin Annika Eckert. Mit dem Projekt sollen Leerstände und inaktive Gewerbeflächen belebt werden. Derzeit gibt es 15 davon.

Eigentümer angeschrieben

Die Eigentümer wurden vom Zentrenmanagement angeschrieben, fünf stehen derzeit für die Aktion zur Verfügung. "Wir wollen keine einzelne Fläche hervorheben, sondern schauen, wie wir hier Konzepte reinbringen", erklärt Annika Eckert. Sie fordert Menschen und Unternehmer auf, mutig zu sein: "Auch wenn jemand noch kein konkretes Konzept, aber eine pfiffige Idee hat - einfach melden. Wir unterstützen, helfen bei der Bewerbung oder geben Tipps zur Machbarkeit."

Derzeit liegen zwei konkrete Bewerbungen vor und es gibt drei Interessenten, die ihre Bewerbungen vorbereiten. Die Ideen kommen aus dem Dienstleistungs-, Handwerks- und Vereinsbereich.

Anja Meusel und Moritz Neuner zum Beispiel haben die Idee, dass eine Plattform für künstlerische Menschen entstehen könnte, die gemeinsam regionale Handwerksprodukte herstellen und diese dann zusammen vermarkten. "Ich komme ja aus der Richtung Mode und habe Handtaschen aus Stoff designt. Ein bekannter Schreiner hat dazu Griffe aus Holz gemacht", erzählt Anja Meusel, die aus Ebermannstadt stammt und derzeit in Linz studiert. Sie und Moritz Neuner, der ebenfalls aus Ebermannstadt kommt, lieben ihre Heimat und meinen, dass die Fränkische Schweiz viel Potenzial habe, vielfältig sei und bei den regionalen Produkten mehr zu bieten habe. Uwe Schönfisch dagegen kommt aus Erlangen. Ihm schwebt eine digitale Plattform vor, die solide Informationen zu Spezialthemen zum Beispiel für Kletterer weltweit geben könnte. "Ich habe mich hier beworben, weil hier alle Türen offen stehen", erklärt Schönfisch. Er ist angetan, weil es in Ebermannstadt ein funktionierendes Netzwerk gebe und neue Unternehmer von den Firmen am Ort willkommen geheißen würden.

Viele Menschen haben bereits beim Zentrenmanagement zum "Stadt-up"-Wettbewerb nachgefragt. "Wir haben hier wirklich ein gutes Netzwerk und es gibt viel Potenzial. Natürlich sind die Mietpreise besser als in Nürnberg oder Erlangen und die Lage und das Einzugsgebiet finden die Interessenten auch optimal", erzählt Annika Eckert. Sie verrät, dass das vielen Anfragenden erst gar nicht bewusst gewesen sei.

Koch hat eine Idee

Es gibt auch die Idee eines Koches, dass in Ebermannstadt erfahrene Köche mit angehenden Köchen gemeinsam kochen und Tipps austauschen könnten. "Vielleicht hat ja jemand noch ein anderes pfiffiges Gastrokonzept. Immer nur her damit", fordert die Zentrenmanagerin auf.

"Auch durch Dienstleister wird Ebermannstadt belebt, denn diese beschäftigen Leute", erklärt Annika Eckert. Die Unternehmer werben, somit sei Ebermannstadt in den Medien präsent und werde bekannt. Auch verbessere sich dadurch das Image der Stadt. "Die bisherigen Interessenten wurden durch Plakate, Veranstaltungen, verschiedene Medien, aber auch durch Mundpropaganda auf den Wettbewerb aufmerksam", zählt die Zentrenmanagerin auf.

Zufrieden mit Resonanz

Sie ist sehr zufrieden mit der bisherigen Resonanz und freut sich auch immer, wenn sie positives Feedback aus anderen Gemeinden erhält: "Ja, die Zwischenbilanz ist wirklich sehr gut."

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