Oberthulba

Frisch- und Abwasser werden billiger

Sigismund von Dobschütz In den kommenden vier Jahren werden Frisch- und Abwasser im Markt Oberthulba jeweils um fünf Cent pro Kubikmeter billiger. Dies beschloss der Gemeinderat, nachdem Kämmerer Klau...
Artikel drucken Artikel einbetten

Sigismund von Dobschütz In den kommenden vier Jahren werden Frisch- und Abwasser im Markt Oberthulba jeweils um fünf Cent pro Kubikmeter billiger. Dies beschloss der Gemeinderat, nachdem Kämmerer Klaus Blum und Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FW) die entsprechenden Kalkulationen vorgelegt hatten. Entsprechend wurde die Änderung der Entwässerungs- sowie der Wasserabgabesatzung mit Wirksamkeit ab Januar 2019 einstimmig genehmigt.

Statt ihren Bürgern bei gemeindlichen Investitionen im Frischwasser- und Abwasserbereich jeweils einen anteiligen Investitionsbeitrag abzuverlangen, gilt in Oberthulba seit dem Jahr 2005 wie in anderen Gemeinden des Landkreises eine jeweils für vier Jahre gültige Beitragssatzung zur kostendeckenden Finanzierung mit einer darin für jeden Haushalt festgeschriebenen Gebühr pro Kubikmeter Wasser. In der jetzt auslaufenden Satzungsperiode von 2015 bis 2018 lag für das Abwasser diese Gebühr bei 2,10 Euro und soll für die kommende Periode bis 2022 um fünf Cent auf 2,05 Euro gesenkt werden.

Grund für die Gebührensenkung ist eine in der vorigen Periode aufgelaufene Überdeckung von mehr als 142 000 Euro, die jetzt kalkulatorisch auf die nächsten vier Jahre aufgeteilt wird. Die veranschlagten Investitionen in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro für geplante Maßnahmen wurden in der Kalkulation der neuen Beitragssätze ebenfalls berücksichtigt.

Weniger Rohrbrüche

Die Senkung der Gebühren für Frischwasser von bisher 2,55 Euro auf künftig 2,50 Euro pro Kubikmeter ist einerseits auf die Auflösung einer Sonderrücklage für Gebührenschwankungen in Höhe von knapp 120 000 Euro zurückzuführen, die nun ebenfalls kalkulatorisch auf die nächsten vier Jahre aufgeteilt wird. Zusätzlich wird der noch vorhandene Gebührenüberhang in Höhe von fast 47 000 Euro ebenfalls in die nächste Satzungsperiode übertragen.

Grund für den Gebührenüberhang war der Rückgang der Wasserrohrbrüche: Hatte es im Zeitraum 2011 bis 2014 noch 28 Rohrbrüche mit hohem Wasserverlust gegeben, hatte sich deren Zahl im vergangenen Kalkulationszeitraum 2015 bis 2018 auf nur noch 14 halbiert. Auch bei der nun ab 2019 um fünf Cent geminderten Frischwassergebühr sind die veranschlagten Kosten für künftige Baumaßnahmen in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro bereits berücksichtigt.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren