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Friedrich Müller feiert am Freitag 90. Geburtstag

Wir treffen Friedrich Müller wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag in seinem Garten. Der erste Eindruck bestätigt sich nach und nach immer mehr: Das ist kein "normaler" 90-Jähriger, der gerade dabei i...
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Friedrich Müller schneidet kurz vor seinem 90. Geburtstag seinen Rebstock an der Hauswand.  Foto: Dieter Hübner
Friedrich Müller schneidet kurz vor seinem 90. Geburtstag seinen Rebstock an der Hauswand. Foto: Dieter Hübner

Wir treffen Friedrich Müller wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag in seinem Garten. Der erste Eindruck bestätigt sich nach und nach immer mehr: Das ist kein "normaler" 90-Jähriger, der gerade dabei ist, seine Rebstöcke zu schneiden, die an einem Spalier an der Südseite seines Hauses empor ranken.

37 Jahre - von 1967 bis 2003 - als Vorsitzender des örtlichen Gartenbauvereins und 40 Jahre - von 1968 bis 2007 - im Vorstand des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege hinterlassen zwangsläufig Spuren. Noch dazu, wenn man mit dem Verein dabei auch erfolgreich tätig war. Seine Verdienste und sein unermüdlicher Einsatz für die Dorfverschönerung sind hinlänglich bekannt und auch ausgezeichnet worden: Umweltpreis für die ökologische Nische "Reisergarten" mitten im Ort, Prämiierung des Bezirksverbandes für "Dorfökologie", Auszeichnung in Berlin mit der Goldmedaille als schönstes Dorf Bayerns, und bundesweit mit der Silbermedaille. Fast schon legendär war sein "Pflanztrupp", der immer aktiv war, wenn es galt, ökologische Akzente zu setzen und die Ortsteile zu verschönern. Begrünung des Badeseebereichs, 16 Eichen an der Straße nach Feuln, 116 Sommerlinden entlang der Straße nach Lindau.

Persönlich ernannte ihn "sein" Gartenbauverein zum Ehrenvorsitzenden, die Gemeinde honorierte sein außergewöhnliches Engagement 2006 mit der Verleihung der Bürgermedaille.

Der gelernte Textilkaufmann war die letzten 31 Jahre seiner beruflichen Tätigkeit bei der Firma Solar-Fashion in Bindlach für den Einkauf verantwortlich. Nach der Heirat mit seiner Frau Christa 1957 kam er nach Trebgast und baute 1961 "Am Bühl" eines der ersten Häuser. Der damalige Kreisfachberater Paul Späth unterstützte die Familie bei der Gestaltung der Außenanlagen. Daraus entwickelte sich sowohl eine langjährige Freundschaft als auch sein Interesse für Natur und Umwelt. Das war sicher mit ausschlaggebend dafür, dass Friedrich Müller 1967 die Führung des Gartenbauvereins übernahm.

Seiner Fitness hat er es auch zu verdanken, dass er als Mitglied der "Trebgaster Vatertags-Wanderer" seit über 35 Jahren am Himmelfahrtstag keine Tour versäumt hat. Seine Kumpel hoffen, dass es noch lange so bleibt.

Seine Gratulanten empfängt der Jubilar am Freitag ab 10 Uhr zu einem Brunch in der "Dorfschänke" in der Kulmbacher Straße.

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