Sonnefeld

Friedhof von heute

Die Gestaltungs- und Gebührensatzung für den Sonnefelder Friedhof wurden angepasst.
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Mit der Neugestaltung der Zugangsbereiche und Flächen südlich der Moritzkirche hat die Kommune im Sonnefelder Friedhof Raum für neue Bestattungsformen geschaffen Foto: Klaus Oelzner
Mit der Neugestaltung der Zugangsbereiche und Flächen südlich der Moritzkirche hat die Kommune im Sonnefelder Friedhof Raum für neue Bestattungsformen geschaffen Foto: Klaus Oelzner

Seit 2015 beschäftigt sich der Gemeinderat mit der Änderung der Friedhofssatzung. Jetzt ist das Gremium der kompletten Neufassung einen wichtigen Schritt nähergekommen. Im Entwurf der Neufassung ist die aktuelle Rechtsprechung ebenso verankert wie neue und pflegeleichte Grabarten wie Urnenrasengräber, moderne Bestattungsformen und Lockerungen gestalterischer Bestimmungen.

Damit Hand in Hand geht die ohne Gegenstimmen beschlossene Anpassung der Friedhofs- und Bestattungsgebühren. Beide Satzungen treten im 1. Oktober 2019 für Friedhöfe und Friedhofshallen in Sonnefeld, Bieberbach, Hassenberg und Wörlsdorf inkraft. Ausgeklammert ist der als kirchliche Einrichtung betriebene Friedhof Gestungshausen.

Bei der Anlage Sonnefeld/Moritzkirche fehlt noch eine Zufahrt zum Friedhofsparkplatz über ein Grundstück der katholischen Kirchenstiftung St. Otto südöstlich der Sankt Marienkirche. Sie soll die Parksituation bei Beerdigungen wesentlich entschärfen und öffentlich gewidmet werden, so Bürgermeister Michael Keilich.

Kämmerer Heiko Lech informierte ausführlich über die Finanzen 2018 des kommunalen Eigenbetriebs. Bei einer Bilanzsumme von 13,78 Millionen stehen Aufwendungen von 1,713 Millionen Erträge in Höhe von 1,735 Millionen Euro gegenüber. Der Verlust des Betriebszweigs Wasser (35 096 Euro) schmälert das positive Ergebnis Abwasser (198 786 Euro). Die Schulden ssanken auf auf 1,72 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2019 standen erhebliche Investitionen (Wasser 1,2 Mio Euro, Abwasser 0,6 Mio Euro) an.

Noch unerfreulicher als absehbar verlief das erste Haushaltshalbjahr 2019. Das Gewerbesteueraufkommen sinkt dramatisch. Dagegen steigen Einnahmen aus Finanzausgleich im vierten Jahr in Folge. Auch bei Einkommen- und Umsatzsteuerbeteiligung sowie Schlüsselzuweisungen seien Mehreinnahmen zu erwarten.

Bei der Ansiedlungs- und Geburtenförderung ist eine 80-prozentige Kürzung erforderlich. 2,1 Millionen muss Sonnefeld als Kreisumlage leisten. Für die gesetzlich vorgeschriebene Mittelzuführung zum Vermögenshaushalt sind 140 000 Euro vorgesehen. Der Vermögenshaushalt wird mit 1,8 Millionen Euro aus den Rücklagen ausgeglichen. Für Baumaßnahmen sind 1,2 Millionen erforderlich, die in Fortführungsmaßnahmen Ausbau Thüringer-/Bieberbacher Straße sowie Grabenverrohrung in Bieberbach fließen.

Da freute sich das Gremium, daß der Gemeindehaushalt 2019 die Genehmigung der Rechtsaufsichtsbehörde erhalten hat. Für die Gemeindewerke sind Kreditaufnahmen in Höhe von 0,6 Millionen vorgesehen. Wegen der klammen Haushaltssituation nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, dass einige Maßnahmen bis zur Jahresmitte noch nicht begonnen wurden.

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