Coburg

Freunde und Unterstützer des Palmenhauses sollen sich organisieren

"Wir gründen den Förderverein", sagt Auwi Stübbe, Vorsitzender des Coburger Designforums Oberfranken (CDO). Der Förderverein soll das Palmenhaus sichern helfen. Wie es genutzt werden könnte, haben Stu...
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Das etwas lädierte Palmenhaus mit Sintflutbrunnen: Am Dienstag raste ein Auto durch den Garten. Bei dem Unfall wurden drei Menschen verletzt, und es entstand erheblicher Sachschaden. Foto: Simone Bastian
Das etwas lädierte Palmenhaus mit Sintflutbrunnen: Am Dienstag raste ein Auto durch den Garten. Bei dem Unfall wurden drei Menschen verletzt, und es entstand erheblicher Sachschaden. Foto: Simone Bastian

"Wir gründen den Förderverein", sagt Auwi Stübbe, Vorsitzender des Coburger Designforums Oberfranken (CDO). Der Förderverein soll das Palmenhaus sichern helfen. Wie es genutzt werden könnte, haben Studierende des Masterstudiengangs Zukunftsdesign erarbeitet und im Bau- und Umweltsenat vorgestellt. Den Stadtstrand sieht Stübbe als Chance für das Palmenhaus, einfach, weil ein solches gastronomisches Angebot auch dem Palmenhaus mehr Aufmerksamkeit verschaffen würde.

Aber die Zukunft des Glashauses mit seinem Orchideen-, Tropen- und Kakteenbereich ist fraglich. Denn noch ist ein Stadtratsantrag nicht abschließend behandelt, der den Abriss des Gebäudes verlangt. Begründet wird das mit den Unterhalts- und Betriebskosten. Hinzu kommt, dass das Palmenhaus saniert werden müsste - nicht nur, weil am Dienstag eine Autofahrerin in den Rosengarten raste und das Auto gegen das Gebäude prallte. Am Wochenende soll das Palmenhaus wieder zugänglich sein, verspricht Bernhard Ledermann, der Leiter des Coburger Grünflächenamts. Während der vergangenen Tage war es geschlossen, "weil wir drinnen noch Scherben aufsammeln mussten", wie Ledermann sagt. Auch wurden einige der Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt ist Ledermann aber froh, dass nicht mehr passierte - dass niemand dem Auto im Weg stand und dass herumfliegende Trümmer niemanden in der Nähe trafen.

Über 400 00 Menschen haben das Palmenhaus in den vergangenen zwölf Monaten besucht, und da sind die Grünflächenamtsmitarbeiter nicht mit eingerechnet, wie Ledermann betont.

Für Stübbe ist das Palmenhaus ein Pfund, mit dem die Familienstadt Coburg wuchern könnte. "Wo wollen denn Familien mit Kindern hin, wenn es regnet?"

Die Stadtstrand-Idee befürwortet Stübbe ausdrücklich. "Die haben das gut durchüberlegt", lobt er das Konzept der beiden Gastronomen. Während der Stadtstrand eher ein Angebot für die Sommermonate ist, könnte sich Stübbe vorstellen, mit dem Förderverein auch im Winter für Leben am oder im Palmenhaus zu sorgen. "Wir könnten Glühweinabende machen oder mal einen Abend mit Licht", sagt er. Innen müsse freilich auch etwas geschehen - zumindest müssten die gezeigten Pflanzen besser beschrieben sein. Als "Bildungsinstitution" sei das Palmenhaus entschieden in die Jahre gekommen. Aber warum nicht die verschiedenen Pflanzen per App erklären oder eine virtuelle Schatzjagd per Handy ermöglichen? Solche Apps, sagt Stübbe, könnten auch an der Coburger Hochschule entwickelt werden. sb

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