Lichtenfels

Freude wird musikalisch ausgedrückt

Das Heilpädagogische Zentrum feierte Sommerfest und 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche Besucher erlebten einen unterhaltsamen Nachmittag mit vielen Aktionen. Betreute und Mitarbeiter drückten ihren Dank in Musik und Liedern aus.
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Die Neigungsgruppe der Maximilian-Kolbe-Schule nutzte die großen Gymnastikbälle als Perkussionsinstrumente. Fotos: Alfred Thieret
Die Neigungsgruppe der Maximilian-Kolbe-Schule nutzte die großen Gymnastikbälle als Perkussionsinstrumente. Fotos: Alfred Thieret
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Das diesjährige Sommerfest der vielen Abteilungen des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) der Caritas stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Bestehens. Deshalb wurde das Fest auch mit einer Andacht durch Weihbischof Herwig Gössl eingeleitet. Im Rahmen des Gottesdienstes machten einige Klienten des HPZ im Sinne von Nächstenliebe deutlich, dass man hilfsbedürftige Menschen in die Gemeinschaft einbinden soll.

Anschließend blickte Diözesan-Caritasdirektor Helmar Fexer in seiner Ansprache auf die 50-jährige Geschichte des HPZ zurück. So habe sich auf Initiative des damaligen Sonderschullehrers Karl-Heinz Orlishausen im Jahr 1969 der Caritasverband der Erzdiözese als Träger bereit erklärt, im nicht mehr benötigten Wohnheim der Korbfachschule eine Schule für behinderte Kinder einzurichten, die Orlishausen unterrichtete. Die Räume reichten bald nicht mehr aus, so dass man 1975 in der leer stehenden Volksschule in Schney eine Schule für Kinder mit geistiger und mehrfacher Behinderung sowie eine Tagesstätte einrichtete.

Rasante Entwicklung

Unter Karl-Heinz Orlishausen und später unter dem Ehepaar Klinger und bis vor kurzem unter Maria Wiehle ging die Entwicklung rasant voran. So wurde im Rennleinsweg 1979 die Frühförderung und 1981 das Wohnheim St. Michael eingerichtet. Weiterhin entstanden 1983 das Maximilian-Kolbe-Schulzentrum, die St.-Katharina-Schule und die Tagesstätte St. Anna im Eichenweg, 1987 die erste Außenwohngruppe in der Bäckergasse, 1988 die Werkstatt St. Joseph für behinderte Menschen (Regens Wagner) und 1993 das Wohnheim St. Elisabeth in der Wittelsbacher Straße für erwachsene Menschen mit Behinderung.

Im 21. Jahrhundert wurden viele weitere Maßnahmen durchgeführt, so zum Beispiel die Übernahme mehrerer Kindertagesstätten und der Offenen Behindertenarbeit, das Angebot von betreutem Wohnen und der Frühförderung sowie der Umzug der Verwaltung in die Gabelsberger Straße. Als letzte große Maßnahme nannte Fexer den Bau der Förderstätte St. Franziskus in der Wittelsbacher Straße im Jahr 2018.

Mittlerweile würden 290 Mitarbeiter und 35 ehrenamtliche Helfer 1076 Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit und ohne geistige Behinderung in 14 Einrichtungen betreuen. Der Caritasdirektor sprach deshalb den Führungsverantwortlichen und allen Mitarbeitern Anerkennung und Dank aus.

Mehrere HPZ-Einrichtungen trugen auf der im Hof des Förderzentrums aufgebauten Bühne mit ihren beeindruckenden Auftritten zur Unterhaltung der Gäste bei. So wollte die Neigungsgruppe der Maximilian-Kolbe-Schule mit zwei Liedern klarmachen, dass man sich trotz äußerlicher Unterschiede gegenseitig respektieren und die Gemeinschaft pflegen sollte. Der Chor der Tagesstätte St. Anna erfreute die Besucher mit einem lustigen Lied. Die Tagesstätte war auch mit ihrer Band unter der Leitung von Claudia Berger vertreten, die zunächst den Superhit des Rappers Bausa "Gib mir mehr von dem, was du Liebe nennst" interpretierten, um dann den Partyhit "Cordula Grün" folgen zu lassen. Die Ukulelengruppe des Horts St. Martin mit dem Hortleiter Johannes Laschka hatte zwar keine Charthits, dafür aber lustige Lieder zu bieten. Schließlich unterhielt die Band "Accoustica" die Besucher bis in den frühen Abend. Natürlich wurde auch für die Kinder viel geboten. So war ein großes Arsenal an Holzspielgeräten vorhanden, man konnte Steine bunt bemalen, einen Vogel aus Glitzerpapier basteln, ein Windlicht fertigen oder große Seifenblasen kreieren.

Alle Abteilungen stellten sich in Wort und Bild auf Plakaten vor. Die Stadt Lichtenfels war durch die Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner vertreten.

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