LKR Coburg

Freude über eine gefallene Grenze

Die Menschen, die beiderseits der innerdeutschen Grenze besonders nah an den Sperranlagen lebten, waren besonders vom Fall der Mauer berührt. In Schalkau feiern deshalb die Landkreise Coburg und Sonneberg am Donnerstag, 12. Dezember, gemeinsam.
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Nicht nur im Tageblatt war der Tag der Grenzöffnung das beherrschende Thema für die Titelseite. Foto: CT-Archiv
Nicht nur im Tageblatt war der Tag der Grenzöffnung das beherrschende Thema für die Titelseite. Foto: CT-Archiv
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30 Jahre ist es her, dass die innerdeutsche Grenze fiel. Für das Coburger Land, das im Norden von dieser unüberwindlichen Barriere praktisch umklammert war, ist es ein Jubiläum von besonderer Bedeutung. Und es ist ein Grund zum Feiern - über die einstige Grenze hinweg. Der Festakt, mit dem an den Tag erinnert werden soll, an dem Deutsche beider Staaten sich in den Armen lagen, findet in Schalkau statt.

Gemeinsam feiern dort die Landkreise Coburg und Sonneberg am Donnerstag, 12. Dezember. Den Auftakt bildet um 17 Uhr ein Festgottesdienst in der Johanniskirche in Schalkau. Unter der Federführung von Pfarrer Andreas Orendt wird er ländergreifend ausgestaltet. Die Predigt hält Altbischof Roland Hoffmann. Die musikalische Begleitung übernimmt der Posaunenchor Schalkau. Der Gottesdienst endet gegen 18 Uhr. Die Teilnehmer formieren sich dann zu einem Fußmarsch mit Kerzen zur Gemeinschaftsschule Schalkau. Auf der rund 500 Meter langen Wegstrecke wird der Zug musikalisch durch die Bachfelder Musikanten begleitet.

Die Schulfamilie der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule lädt zum Weihnachtsmarkt auf dem Schulgelände ein. Parkplätze in der Umgebung sind ausgeschildert. Die Feuerwehr weist die Besucher ein.

Der eigentliche gemeinsame Festakt der beiden Landkreise beginnt dann um 19.30 Uhr in der Turnhalle der Gemeinschaftsschule. Als Festredner wurden die beiden früheren Ministerpräsidenten Günther Beckstein (Bayern) und Bernhard Vogel (Thüringen) gewonnen. Grußworte sprechen die Landräte aus Sonneberg, Hans-Peter Schmitz, und Coburg, Sebastian Straubel.

Neustadt im November

In Neustadt wird bereits am 12. November an den Tag der Grenzöffnung erinnert. In der Kultur.werk.stadt hält dabei ab 18 Uhr der frühere Vizepräsident der EU-Kommission, Günter Verheugen, die Festrede. Im Anschluss ist eine kurze moderierte Diskussionsrunde vorgesehen. red

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