Eltmann

Freier Eintritt in 18 Museen

Am Sonntag, 13. Mai, ist internationaler Museumstag. Auch im Kreis Haßberge laden zahlreiche Einrichtungen zu besonderen Aktionen, Mitmach-Angeboten und Führungen ein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Teile der Geschichte des Wallburgturms sind verloren gegangen. Der Verein für Heimatgeschichte Eltmann sucht Bilder, die vor 1960 entstanden sind. Foto: Sabine Weinbeer
Teile der Geschichte des Wallburgturms sind verloren gegangen. Der Verein für Heimatgeschichte Eltmann sucht Bilder, die vor 1960 entstanden sind. Foto: Sabine Weinbeer
Im Europäischen Kulturerbe-Jahr 2018 steht der internationale Museumstag unter dem Motto "Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher". Er verfolgt das Ziel, auf die Bedeutung und die Vielfalt der Museen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig ermuntert er die Besucher, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Daher ist der Eintritt in die Museen und Sammlungen an diesem Tag im Landkreis Haßberge frei.
Die Kulturbeauftragte des Landkreises, Renate Ortloff, freut sich darüber, dass sich in diesem Jahr 18 Einrichtungen für diesen besonderen Tag gerüstet haben und mit besonderen Ausstellungen und Führungen bei freiem Eintritt ihre Türen öffnen. Folgende Einrichtungen haben am Sonntag, 13. Mai, geöffnet:

Burgruine Altenstein Das Mittelalter hautnah erleben können Besucher des Burgeninformationszentrums in der Wilhelm-von-Stein-Straße 10. Hier wird die Realität auf Burgen im Mittelalter vermittelt. Besucht werden können auch die Burgruinen Raueneck, Bramberg, Rotenhan, Lichtenstein, Gutenfels und Königsberg auf einer Wanderung entlang des burgenkundlichen Lehrpfades. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr.

Kreuzweg Breitbrunn
Der im Jahr 2011 eingeweihte Kreuzweg im Neubrunner Weg stellt eine besondere Art eines offenen Museums dar. Er zeigt nicht nur die 14 Stationen eines Kreuzwegs. Hier wird auf einer Strecke von einem Kilometer der künstlerisch bearbeitete Stein der umliegenden Steinbrüche präsentiert. Viele Bewohner von Breitbrunn gingen hier in langer Tradition ihrem Broterwerb nach. Die Figuren und Szenen des Kreuzweges wurden aus bruchrauen Findlingen dieser Steinbrüche herausgearbeitet. Sie zeigen die natürliche Symbiose mit der reizvollen Landschaft. Führungen sind ab 10 und ab 14.30 Uhr.

Nostalgiemuseum Burgpreppach Im Obergeschoss des Rathauses in der Schulgasse 53 ist eine komplette Wohnung im Stil der 50er Jahre eingerichtet. Die vier Räume strahlen mit ihrer original erhaltenen Wandfassung, den Einrichtungs-, Gebrauchs- und Ziergegenständen die Wohnatmosphäre der Nachkriegszeit aus. Als Sonderausstellung sind Brettspiele von 1950 bis heute aufgebaut. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr.
Garnisonsmuseum Ebern Im Untergeschoss des heutigen Gasthauses "Zum Stadl" im Frauengrund 3 (Gewerbepark) wird an die dort stationierten Panzergrenadierbataillone 101/103 sowie an das Panzeraufklärungsbataillon 12 erinnert. Zahlreiche Gegenstände von Uniformen, Abzeichen, Bataillonstagebüchern bis hin zu entmilitarisierten Waffen sowie Feld-Essbesteck vermitteln in nachgestellten Szenen das Leben der Grenadiere. Eine Attraktion ist die Besichtigung des Luftschutzbunkers, der am tiefsten Punkt des Kellergeschosses liegt. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr.
Heimatmuseum Ebern In 17 Räumen Am Grauturm werden mit weit über 3500 Exponaten, das Wohnen und Arbeiten der Bevölkerung von Ebern und seiner ländlichen Umgebung aus der Zeit seit 1850 veranschau-licht. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr.

Heimatmuseum Eltmann Hier wird in 13 Räumen in der Brunnenstraße 4 die Geschichte der Stadt Eltmann und ihrer Bewohner aufgezeigt. Themenbezogen werden die ländliche Arbeit, das ortsansässige Handwerk, die Flößerei, Steinindustrie, Kugellagerindustrie sowie Weinbau veranschaulicht. Weiterhin sind im Museum eine Schusterwerkstatt, ein Schulzimmer, eine Küche, eine Baderstube und ein gemischter Textilladen mit Hutmacherwerkstatt aufgebaut. Der Verein für Heimatgeschichte öffnet das Heimatmuseum von 13 bis 17 Uhr. Die reich bestückte Cafeteria bietet sich auch als Ziel des Muttertagsspaziergangs an. Der Verein möchte den Tag auch dazu nutzen, die Bevölkerung um Unterstützung zu bitten: Um die verloren gegangene Geschichte der Wallburg wiederzufinden, ist der Verein für Heimatgeschichte auf der Suche nach Bildern, die am Turm oder im Umfeld der Wallburganlage vor dem Jahr 1960 gemacht wurden. Die Bilder können auch am gleichen Tag wieder mitgenommen werden. Nähere Informationen über die Vereinsaktivitäten gibt es unter www.heimatmuseum-eltmann.byseum.de.

Dokumentationszentrum Historismus, Haßfurt Die Epoche des Historismus ist in der Michaelskapelle (neben der Ritterkapelle) auf zwei Etagen nachvollziehbar. Im oberen Stockwerk werden Entwurfszeichnungen aus der Baugeschichte und Ausstellungsstücke aus der Ritterkapelle bzw. Pfarrkirche gezeigt. Die Kirchenrenovierungen jener Zeit werden damit konkretisiert. Auf einem Touchscreen können die Wappen des Wappenfrieses der Ritterkapelle und weitere Informationen über den Sakralbau betrachtet werden. Im Erdgeschoss wird in den Zeitgeist des Historismus und der einhergehenden Frömmigkeit eingeführt und an Beispielen verschiedener Kunstgattungen wie Skulptur, Malerei, Druckgrafik, Glas- und Textilkunst sowie sakraler Metallarbeiten veranschaulicht. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr.

Schmiedemuseum Kirchlauter
Die alte Schmiede in der Kirchenstraße 6, die von 1923 bis 1966 betrieben wurde, wird am Sonntag wieder zum Leben erweckt. Das Schmieden bei offenem Feuer wird in handwerklicher Tradition gezeigt. Geschickte Besucher dürfen unter Anleitung auch selbst Hand anlegen. Im Obergeschoss können bäuerliches Inventar, Werkzeuge und landwirtschaftliche Gebrauchsgegenstände besichtigt werden. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr.

Regiomontanus-Ausstellung in Königsberg Regiomontanus, 1436 in Königsberg als Johann Müller geboren, war ein bedeutender Wissenschaftler des 15. Jahrhunderts. Am Salzmarkt 2 ist eine umfassende Sammlung über den berühmten Mathematiker und Astronomen zusammengetragen. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr.

Jüdische Lebenswege - Museum Kleinsteinach In einem malerischen Fachwerkhaus am Kirchplatz 3 befindet sich auf zwei Etagen die Dauerausstellung zur Geschichte der Juden. Nach ihrer Vertreibung aus dem Fürstbistum 1560/61 siedelten sich Juden in der umliegenden Region an. Es entstanden die sogenannten Dorfjudenschaften. Gezeigt wird, welche Schutzherren es in Kleinsteinach gab oder welche Bedingungen ein Jude erfüllen musste, um sich hier neu anzusiedeln. Neben dem friedvollen Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft wird auch die Zeit des Nationalsozialismus thematisiert. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. Um 13.30 Uhr wird eine Führung angeboten.

Jüdischer Friedhof Kleinsteinach
Der jüdische Friedhof ist ab 13 Uhr geöffnet.

Rundfunk- und Kommunikationsmuseum Kleinsteinach Ebenfalls in Kleinsteinach, in der Oberen Dorfstraße 15, gibt es für Liebhaber der alten Rundfunk- und Kommunikationstechnik eine große Sammlung zu bewundern. Diese enthält Diaprojektoren, Filmvorführgeräte, Diktafone, Tonbandgeräte, Grammophone, Telefone sowie klangvolle Röhrenradios und mechanische Plattenspieler. Geöffnet ist von 14 bis 16 Uhr.

Feuerwehrmuseum Mechenried Wirklich alles zum Thema Feuerwehr ist im Feuerwehrmuseum Mechenried zu finden. Die große Sammlung im Bürgerhaus, Raiffeisenstraße 8, umfasst sämtliche technischen Gerätschaften einer Feuerwehr, beginnend ab 1860. Außerdem sind etwa 150 Feuerwehrhelme (der älteste stammt aus dem 18. Jahrhundert), Feuerwehruniformen bis hin zu Medaillen und Plaketten ausgestellt. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr.

Synagoge Memmelsdorf
Die 1728/29 erbaute Synagoge in der Judengasse 6 ist die älteste noch bestehende Synagoge Unterfrankens. Am Beispiel Memmelsdorf lassen sich Geschichte und Entwicklung des fränkischen Landjudentums von der Mitte des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verdeutlichen. Eine Bildschirmpräsentation im Informationsraum gibt Auskunft über Handel und Gewerbe, Juden im Ersten Weltkrieg, den Pogrom 1938 sowie die Auflösung der jüdischen Gemeinde in Memmelsdorf. Biografien und Familiengeschichten werden veranschaulicht. Darüber hinaus wird in der Synagoge die Wanderausstellung "Ertragen können wir sie nicht - Martin Luther und die Juden" gezeigt. Thematisiert wird das Verhältnis von Martin Luther zu den Juden. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr.

Museum Schloss Oberschwappach Während im Gewölbekeller eine umfangreiche archäologische Sammlung untergebracht ist, zeugen in weiteren acht barocken Räumen des Erd- und Obergeschosses im Ostflügel über 130 Kunstwerke aus den Sammlungen der Diözese Würzburg vom vielfältigen und reichen künstlerischen Schaffen des 17. und 18. Jahrhunderts. Darüber hinaus ist im Westflügel, im ersten Stock, die aktuelle Ausstellung "BlauGrau" zu sehen. Auch der heimische Künstler Gerd Kanz stellt aus. Nach Bedarf werden durch alle drei Museumsabteilungen in der Schlossstraße 6 kostenlose Führungen angeboten. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr.

Foto- und Filmmuseum Zeil Zur Geschichte der Fotografie, des Films und der Optik zeigen 1500 Fotoapparate und weitere 8000 Exponate am Schulring 2 die Entwicklung dieser Branche. Daneben ist die weltgrößte Foto-Nippes-Sammlung zu sehen, die Alt und Jung gleichermaßen begeistert. Geöffnet ist von 13 bis 16 Uhr.

Dokumentationszentrum Zeiler Hexenturm Eine Dokumentation im Originalschauplatz Stadtturm, Obere Torstraße 14, und im angebauten Fronhaus informiert über die Hexenverbrennungen und die Zeit der Hexenverfolgung in Zeil. Durch Aufarbeitung zahlreicher Dokumente wie des Tagebuches des Johann Langhans, Briefe, Protokolle der Vernehmungen und Folterungen der betroffenen Menschen werden Besucher von 11 bis 17 Uhr für dieses komplexe Thema sensibilisiert.

Treffpunkt Heimat, Zeil Ebenfalls im Dokuzentrum Zeiler Hexenturm ist im Erdgeschoss die Dokumentation "Treffpunkt Heimat". Hier wird die Geschichte der Vertreibung der Sudetendeutschen und der Römerstädter, die Ankunft der Flüchtlinge im Landkreis und in der Stadt Zeil am Main dokumentiert. Auch von der Integration, der Entstehung der Römerstädter Wallfahrt bis hin zur Partnerschaft mit dem heutigen Rymarov wird berichtet. Geöffnet ist von 11 bis 17 Uhr.
Im Landkreis Haßberge gibt es darüber hinaus noch folgende Museen und Sammlungen, die nach Vereinbarung jederzeit besichtigt werden können: Das Eisenbahnmuseum Emil Lehmann in Hofheim, Bahnhofstraße 18, Telefon 09523/1305, das Heimatmuseum Stettfeld, Am Rathaus 1, Telefon 09522/7819 und 09522/437, und die Waagensammlung Peter Ulrich in Untermerzbach, Bürgerwerkstatt, Marktplatz 7, Telefonnummer 09533/982314. Weitere Informationen gibt es unter www.museum.hassberge.de. Die Broschüre "Dauerausstellung - Museen und Sammlungen im Landkreis Haßberge" kann angefordert werden per E-Mail an kulturstelle@hassberge.de oder unter Telefon 09521/27324. red/sw
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren