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Schney.infranken.de  110 Jahre gibt es den Traditionsverein, der auf seine Mitglieder stolz sein kann.

Freie Turnerschaft - ein Schatzkästchen

Ihr 110-jähriges Bestehen feierte die Freie Turnerschaft mit einem umfangreichen Ehrungsabend. "110 Jahre Freie Turnerschaft sind ja eigentlich gar kein so ...
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Ihr 110-jähriges Bestehen feierte die Freie Turnerschaft mit einem umfangreichen Ehrungsabend. "110 Jahre Freie Turnerschaft sind ja eigentlich gar kein so herausragender Geburtstag", merkte der Vorsitzende Hans-Heinrich Bergmann an, doch in einem so großen Verein wie der Turnerschaft stünden nach jeweils fünf Jahren stets eine stattliche Zahl von Ehrungen an.
Angesichts der Bedeutung des Vereins hatten sich eine ganze Reihe Ehrengäste eingefunden. Sie würdigten in ihren Grußworten die Verdienste der Vorstandschaft und die Erfolge des Vereins. Zu den Ehrengästen gehörte die SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld ebenso wie die Pfarrerin Tanja Vincent, der Ehrenvorsitzende des Turngaus Oberfranken, Winfried Weinbeer, und der Kreisvorsitzende des BLSV, Hans-Peter Dentsch. Die Kreisrätin Monika Faber vertrat den verhinderten Landrat Christian Meißner. Als Vorsitzender des Nachbarvereins TS Lichtenfels war Stadtrat Rudi Breuning zu seinem Heimatverein, der Freien Turnerschaft, gekommen. Herzlich begrüßt wurden auch die Stadträtin Elke Werner sowie der Ehrenoberturnwart des Vereins, Kurt Rehm. Seinen Ehrenoberturnwart würdigte der Vorsitzende Hans-Heinrich Bergmann ganz besonders: Kurt Rehm war nicht nur ein hervorragender Turner und Übungsleiter, er wirkte an allen wichtigen Entscheidungen der Freien Turnerschaft Schney maßgeblich mit. Zugleich ist er das einzige noch lebende Mitglied, das bei der Wiedergründung der großen Gemeinschaft am 19. November 1945 dabei war.
Ein weiterer Dank galt dem Ehrungsbeauftragten und Schatzmeister Frank Bergmann. Dieser hatte den Ehrungsreigen in allen Belangen akribisch vorbereitet. Lang war die Liste der Ehrenmitglieder der Freien Turnerschaft, die der Vorsitzende verlesen konnte. Ihnen galt ein besonderer Gruß, auch wenn einige von ihnen aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht am Jubiläum teilnehmen konnten. In diesem Zusammenhang wurde auch der Verstorbenen des Vereins gedacht. Allein neun waren es im Jahr 2017.
Sinnvollerweise hatte die Vorstandschaft auf einen zeitraubenden Rückblick auf 110 Jahre Vereinsgeschichte verzichtet. Stattdessen hatte man für diesen Abend von Christopher Rehm eine Kurzform der Geschichte der Freien Turnerschaft in Form einer Broschüre drucken lassen, die jeder mit nach Hause nehmen und in Ruhe selber lesen konnte. "Allerdings kann die Freie Turnerschaft zu Recht stolz auf ihre Geschichte sein", betonte Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld in ihrem Grußwort. Sie selbst gehört dem Verein an. Die Abgeordnete erinnerte an die vielen Generationen, die im Verein ehrenamtlich tätig waren. Gleichzeitig lobte sie die gute unbürokratische Zusammenarbeit zwischen der Freien Turnerschaft und der benachbarten Frankenakademie.


Spielmannszug etwas Besonderes

Als Besonderheit, um die andere Vereine die Freien Turner beneiden, stellte sie den Spielmannszug heraus, der den Ehrungsabend musikalisch ausschmückte. Als Pfarrerin wisse sie, betonte Tanja Vincent, wie wichtig es sei, solche Geburtstage zu feiern und sich an die Höhepunkte der Vereinsgeschichte zu erinnern. "Die meisten von uns haben heute keine konkrete Vorstellung darüber, wie das Leben im Jahr der Vereinsgründung 1907 ausgesehen hat." Mit dem Rückblick auf herausragende historische Ereignisse bemühte sich Pfarrerin Vincent, hierzu ein Bild zu vermitteln. Gleichzeitig rief sie dazu auf, den Blick nach vorne zu richten. Dazu bedürfe es immer wieder neuer Mitglieder, die Verantwortung übernehmen und neue Ideen einbrächten. "Die Menschen sind der Schatz eines jeden Vereins", schloss die Geistliche. Sie wünschte Gottes Geleit für die kommenden Jahre.
Schon früh wurde Winfried Weinbeer nach eigenen Worten vom Bazillus "Freie Turnerschaft" infiziert. Er meldete sich in Vertretung des Lichtenfelser Bürgermeisters Andreas Hügerich zu Wort und lobte die zahlreichen Verbindungen zwischen der Freien Turnerschaft Schney und der Turnerschaft Lichtenfels. Im Namen des Bayerischen Landessportverbandes gratulierte der Kreisvorsitzende des BLSV Hans-Peter Dentsch. Auch er hatte wie die übrigen Gastredner eine finanzielle Zuwendung für den Jubelverein mitgebracht. "110 Jahre bedeuten turnerische Erfolge, große Feste, Geselligkeit, aber auch Sorgen", betonte er, wobei er gleichzeitig auf den sich vollziehenden Wandel im Bereich des gemeinnützigen Sports einging. Er nutzte die Gelegenheit auch für eine Werbung in eigener Sache. "Bemüht euch um das Deutsche Sportabzeichen", rief er die Turner auf, und "besucht den Kreistag des Bayerischen Landessportverbandes am 2. Dezember in der Halle des TSV Marktzeuln." Beeindruckt davon, wie sich der Verein entwickelt hat, zeigte sich die Kreisrätin Monika Faber, die in Vertretung des Landrats Glückwünsche überbrachte. Seit 1985 ist die Kreis- und Stadträtin mit dem Verein verbunden. Noch gut kann sie sich an die Unterstützung durch die Freie Turnerschaft beim erster Lichtenfelser Frankentag erinnern. Auch sie lobte den Einsatz der Übungsleiter. An die Grußworte schloss sich der umfangreiche Reigen der Ehrungen an, der vom Spielmannszug musikalisch begleitet wurde. Frank Bergmann hatte den Ehrungsmarathon in allen Einzelheiten vorbereitet. Geehrt wurden langjährige Mitglieder der Vorstandschaft ebenso wie langjährige Mitglieder im Bayerischen Turnverband. Ein weiterer Block war den langzeitaktiven Übungsleitern im Bayerischen Turnverband und in der Bayerischen Sportjugend gewidmet und die Ehrennadeln wurden den Mitgliedern angeheftet, die seit mehr als 15 oder 25 Jahren der Freien Turnerschaft die Treue halten. Klaus Gagel
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