Ebern

Freie Bahn für Firmenpläne

Kurz vor Jahresschluss bewilligte Eberns Stadtrat endgültig eine Unternehmensansiedlung an der Juliusallee in Eyrichshof. Die Kommune verzeichnet hohe Steuereinnahmen und investiert eifrig.
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Foto: Eckehard Kiesewetter
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Eckehard Kiesewetter Ebern — Von Gewerbesteuereinnahmen auf Rekordniveau berichtete Bürgermeister Jürgen Hennemann bei der Abschlusssitzung des Stadtrates. Aktuell geht die Kämmerei von 6,3 Millionen Euro und damit rund 2,3 Millionen mehr aus als im Haushaltsansatz veranschlagt. Dazu kommen üppige 4,1 Millionen Einnahmen aus der Einkommenssteuer. "Die Wirtschaft bei uns funktioniert und wir haben viele Arbeitsplätze", frohlockte der Bürgermeister in vorfestlicher Stimmung, merkte aber an, dass die üppige Finanzausstattung für die nächsten Jahre höhere Umlagezahlungen an den Landkreis und deutliche Einbußen bei den Schlüsselzuweisungen nach sich ziehen wird.

Schulden deutlich abgebaut

Dennoch, die Situation ermöglichte es, die Schulden der Stadt zum Jahresende um etwa ein Siebtel auf jetzt 6,2 Millionen Euro abzubauen. Damit nähere sich die Kommune bei der Prokopf-Verschuldung dem Landesdurchschnitt.

"Wir nähern uns der Situation, dass jeder in der Stadt bis zu 100 Mbit/s erreicht", sagte der Bürgermeister in Bezug auf die Fortschritte beim Breitbandausbau: "Das kann sich sehen lassen." Damit sprach er die Fortschritte beim Breitbandausbau an, für den fast 575 000 Euro im Haushalt stehen.

Ein strammes Vorhabenpaket der Stadt umfasste darüber hinaus Investitionen in Höhe von fast drei Millionen Euro in öffentliche Gebäude (vor allem das neue Betreuungsgebäude der Grundschule), Straßenbauten (vor allem den Kreisel an der Gymnasiumstraße und an der Straße in Kurzewind), Fahrzeugbeschaffungen für den Bauhof sowie in die Trink- und Abwasseranlagen. Manches davon kann, vor allem auch, weil die Baufirmen ausgelastet sind, erst 2019 erledigt werden.

Gleich neben "Heinerle"

Robert Herrmann, der bei der Abschlusssitzung im Publikum saß, hatte die Stadt durch schwierigere Zeiten führen, jahrelang mit weit geringeren Etats wirtschaften müssen, und hat trotzdem weitsichtig Entwicklungen vorangebracht. Dazu gehörte es, neuen Gewerbeansiedlungen im Stadtteil Eyrichshof den Weg zu ebnen, dort, wo einst viele Menschen in der Drageefabrik "Heinerle" ein Auskommen hatten. Auf einer weitgehend brachliegenden Fläche in der sogenannten "Juliuspromenade", unmittelbar neben der einstigen Wundertütenfabrik, wird es eine neue Firmenansiedlung geben. Die Firma Manfred Lang, bis jetzt mit ihrem Fertigungsservice in der Alten Kaserne angesiedelt, wird eine gut 2000 Quadratmeter große und etwa zehn Meter hohe Produktions- und Lagerhalle samt Büroanbau und Überdachung sowie Hof- und Stellflächen anlegen.

Der Stadtrat machte kurz vor Jahresschluss den Weg endgültig frei, damit das bereits im Jahr 2017 projektierte Vorhaben jetzt zügig verwirklicht werden kann. "Das Vorhaben hat eine gewisse Bedeutung für Ebern", sagte der Bürgermeister. Die Stadt unterstütze es, wenn eine Firma erweitert und Arbeitsplätze schafft.

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