Lichtenfels
Auszeichnung

Fred Vogler aus Marktgraitz sammelt seit über 25 Jahren für Kriegsgräber

Bei einer Feierstunde zeichnete Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz in der ehemaligen Synagoge die besten Sammler und Gemeinden aus Oberfranken zugunste...
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Bei einer Feierstunde zeichnete Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz in der ehemaligen Synagoge die besten Sammler und Gemeinden aus Oberfranken zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge aus.
Zur Ergebnisermittlung wurde dabei der in einer Gemeinde gesammelte Betrag auf die Einwohnerzahl des Ortes bezogen. Wie im letzten Jahr erreichte die Gemeinde Hetzles aus dem Landkreis Forchheim das beste Sammelergebnis vor der Gemeinde Leutenbach aus dem Landkreis Forchheim und der Gemeinde Schnabelwaid aus dem Landkreis Bayreuth. Für die Sammlung waren jeweils die örtlichen Soldatenkameradschaften verantwortlich. Auch die Gemeinden Pommersfelden, Plankenfels und Aufseß wurden ausgezeichnet. Da zu einem hervorragenden Sammelergebnis auch erfolgreiche Sammler gehören, bedankte sich Heidrun Piwernetz auch bei 15 Sammlern für ihr Engagement und zeichnete sie mit der Theodor-Heuss-Medaille aus. Eine besondere Ehrung widerfuhr Fred Vogler aus Marktgraitz. Für seine mehr als 25-jährige Sammeltätigkeit durfte er als höchste Auszeichnung des Volksbundes für Sammler aus der Hand der Regierungspräsidentin die weiß-goldene Verdienstspange entgegennehmen.
Zu Beginn des anschließenden Benefizkonzertes des Heeresmusikkorps Veitshöchheim in der Stadthalle erläuterte der neu gewählte Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Regierungspräsident a. D., Wilhelm Wenning, die Ziele und Aufgaben des Volksbundes. Eine der wichtigsten Tätigkeiten sei das Sammeln von Spendengeldern, schließlich werde die Arbeit des Volksbundes zu mehr als 75 Prozent durch Spenden finanziert. "Nach wie vor ist der Einsatz in Osteuropa der Schwerpunkt unseres Engagements. So konnten wir erst vor wenigen Wochen in Russland den 900 000. Soldaten, den wir seit der Grenzöffnung 1989 bergen konnten, einbetten", hob Wenning hervor. Dabei erstellen die Mitarbeiter des Volksbundes über die Toten Umbettungsprotokolle und Grabmeldungen, anhand derer die Kriegstoten identifiziert werden können. Diese würden eine würdige Grabstelle erhalten, ihr Name werde auf Stelen oder in anderer Weise verzeichnet und auch die Angehörigen würden benachrichtigt werden.
Es stünden aber noch gewaltige Aufgaben an. Mehr als 120 000 Kriegstote werde der Volksbund in den nächsten Jahren aus bekannten Grablagen bergen. Weitere rund 500 000 Kriegstote ruhen an bislang noch unbekannten Stellen und müssen noch geortet werden. So habe man erst vor wenigen Tagen ein Massengrab in Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, mit rund 500 Toten gefunden. thi
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