Muggendorf
Kirchengemeinde

"Frauendinner" sorgt für reichhaltiges Mahl und auch geistige Nahrung

Das "Frauendinner", kreiert 2010 von Frauen der Kirchengemeinde Muggendorf, erfreut sich auch im neunten Jahr seines Bestehens großer Beliebtheit. Eingeladen wird über das evangelische Gemeindeblatt. ...
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Es ist angerichtet: Das Dinnerteam verwöhnt seine Gäste mit Gaumenfreuden.  Foto: Paul Pöhlmann
Es ist angerichtet: Das Dinnerteam verwöhnt seine Gäste mit Gaumenfreuden. Foto: Paul Pöhlmann

Das "Frauendinner", kreiert 2010 von Frauen der Kirchengemeinde Muggendorf, erfreut sich auch im neunten Jahr seines Bestehens großer Beliebtheit. Eingeladen wird über das evangelische Gemeindeblatt. Dazu erfolgen Ankündigungen in den Sonntagsgottesdiensten. Mitglieder beider Konfessionen können an dem Abend teilnehmen.

Auch in diesem Jahr konnten nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Denn mehr als einhundert Personen fasst das Muggendorfer Dekanatszentrum nicht. Spanische Gerichte waren heuer angesagt. Die Speisen und die Tischdekoration wurden von dem Mitarbeiterinnenteam um Karin Vogel hergestellt. Zu den spanischen Gerichten gab es auch Livemusik mit Pianobegleitung von Nicole Wagner, die den Abend mit dem Song "Por toda la vida te quiero (Für das ganze Leben liebe ich dich) eröffnete.

Die Muggendorfer Pfarrerin Cornelia Mayer sprach von einem Programm "für Leib und Seele". Sie freue sich, dass die Gäste weit über die Grenzen der Kirchengemeinde hinaus von "allen Ecken" kommen würden.

Nach dem reichlichen Mahl gab es auch geistige Nahrung: "Deine Stärke macht mich schwach - Nachdenkliches über bunte Vögel und graue Mäuse", hatte die Referentin Silke Stattaus aus der Lutherstadt Wittenberg ihren Vortrag überschrieben. So werde in der Gesellschaft Stärke großgeschrieben. Es herrsche landläufig die Meinung: Starke Menschen seien die Gewinner, setzten sich durch, seien begehrt, hätten bessere Chancen. Schwache Menschen bräuchten Hilfe, seien die Verlierer, seien unbeliebt und müssten sich durchs Leben beißen.Wie Leben gelinge, hänge jedoch mit der Person zusammen. "Was hat mich stark gemacht, was schwächt mich? Sind es Gefühle oder entspricht es Tatsachen?" Gut und gesund sei es deshalb, sich einmal selbst zu hinterfragen. Beispielsweise: "Wo verstecke ich mich hinter meiner eigenen Schwäche, um nicht stark sein zu müssen. Wo traue ich mich nicht, als Starker schwach zu sein. Um im Leben gefestigt und stark zu sein, brauche ich jedoch einen Halt." Sie fasste zusammen: "Die beste Gemeinschaft gedeiht dort, wo jeder mal stark, mal schwach sein darf."



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