Herzogenaurach

Frauen malen Frauenwelten

Die evangelische Kirche Herzogenaurach stellt ihre Räume für eine Ausstellung anlässlich des 100. Jubiläums des Frauenwahlrechts zur Verfügung. Die Künstlerinnen gehören zur "Ladies Artists Group".
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Bilder zogen bereits bei der Vernissage die Gäste in ihren Bann. Fotos: Manfred Welker
Die Bilder zogen bereits bei der Vernissage die Gäste in ihren Bann. Fotos: Manfred Welker
+1 Bild

In Nebenräumen der evangelischen Kirche von Herzogenaurach ist seit Dienstag die Ausstellung: "Welt der Frau - Raus aus dem Alltag" zu sehen. Die Künstlerinnen waren bei der Vernissage anwesend und stellten ihre 29 Werke zum Thema "Frauenwelt" vor.

Der Kontakt mit der Evangelischen Kirchengemeinde in Herzogenaurach kam über Svetlana Lavrova zustande, die in Herzogenaurach Malkurse für Kinder durchführt, die dort auch ihre russische Sprache pflegen können. Diese Kurse finden einmal in der Woche mit zwei Gruppen statt.

Lavrova gehört darüber hinaus auch zu einer Gruppe von fünf Frauen, die seit 2016 unter Anleitung der Kunstlehrerin Anna Angermüller-Pomosova das Malen in verschiedenen Techniken pflegen. In diesem Umfeld entstanden auch die ausgestellten Werke.

Für Pfarrerin Karola Schürrle ist diese Ausstellung ein Beitrag zum Jahr des 100. Jubiläums des Frauenwahlrechts. Es gelte, Raum zu geben zur Integration und zum Austausch.

Gemeinsamer Hintergrund

Die Mitglieder der "Ladies Artists Group" stammen alle aus den ehemaligen GUS-Staaten. Die künstlerische Leiterin, die Kunstpädagogin und -grafikerin Anna Angermüller-Pomosova, wurde in Lettland geboren und schloss ihr Studium an der Lettischen Akademie der Künste mit dem Diplom ab.

Alla Werr studierte englische Sprache und Pädagogik, sie lebt seit 1995 in Erlangen. Zunächst betrieb sie Fotografie und Malerei als Hobby. Seit Juli 2006 arbeitet sie als selbstständige Videokünstlerin und hat mit "Alla Werr Videokunst" bereits zehn Ausstellungen mit Videokunst über den russischen Baikalsee im Großraum Nürnberg gestaltet.

Ilona Barath aus Moskau hat als ausgebildete Diplom-Ingenieurin die Leidenschaft zum Malen von ihrem Vater geerbt, der als Ingenieur in der Raumfahrt arbeitete.

Olga Cheremina ist Chemikerin von Beruf, der ihr aber noch Zeit zum Malen läßt.

Svetlana Lavrova aus St. Petersburg wohnt seit 1999 in Deutschland. Die Diplomlehrerin für Fremdsprachen entdeckte in ihrer Geburtsstadt die Faszination für Architektur, Malerei und Geschichte.

Tatjana Haug lebt seit 1973 mit ihrer Familie in Erlangen, bei einem Malkurs im Jahr 2016 hat sie ihre kreative Seite entdeckt und malt seitdem.

Nach der Vernissage, die von Anna Lavrova am Klavier umrahmt wurde, konnten die Besucher die Bilder der Ausstellung auf sich wirken lassen und sich mit den Künstlerinnen austauschen.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren