Ebern

Franz Schubert erklingt in Ebern

Tenor Julian Freibott musizierte in seiner Heimatstadt für den guten Zweck.
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Tenor Julian Freibott bei seinem Konzert in Ebern.  Foto: Jule Müller
Tenor Julian Freibott bei seinem Konzert in Ebern. Foto: Jule Müller

Ebern — Am Samstagabend konnte man aus der Aula der Mittelschule Ebern wunderbare Klänge hören. Wie bei einem Liederabend vor 300 Jahren musizierte der Tenor Julian Freibott gemeinsam mit Pianist Ralph Neubert und Flötistin Norina Bitta. Die drei Musiker veranstalteten ein Benefizkonzert zugunsten des Zeltlagers der Pfarrgemeinde Ebern-Unterpreppach-Jesserndorf. Zahlreiche Besucher folgten den Klängen von Schuberts Kompositionen. In verschiedenen Konstellationen zeigten die drei Musiker ihr Können dem heimischen Publikum.

Informationen zu Franz Schubert

Norina Bitta führte durch das Programm und gab viele interessante Informationen über den 1828 verstorbenen Franz Schubert preis, mit dem sich Julian Freibott auf eine besondere Art und Weise verbunden fühlt. Sein Liedduopartner Ralph Neubert und er haben verschiedene Stücke aus dem sehr großen Schaffenswerk von über 600 Liedern rausgesucht. Mit dabei auch "der Lindenbaum" aus dem Liedzyklus Winterreise. Eines der Kompositionen, die Schubert zum Ende seiner Lebzeit komponiert hat.

Immer wieder Ebern

Für Freibott ist es immer wieder schön, zurück in seinen Heimatstadt Ebern zu kommen. Nach Station in Düsseldorf und München ist er seit zwei Jahren festes Ensemblemitglied am Theater Erfurt. Der Auftritt in Ebern ist für ihn jedes Jahr trotzdem etwas Besonderes, wie er erklärt.

Mit seinen Partnern hat er dabei selbst die Entscheidungsgewalt über das Programm und auch das Publikum ist ein anderes. Trotz der vielen Auftritte, ist der Tenor jedes Mal etwas nervös, freut sich aber sehr auf das Konzert. "Wie vor der Nachtwanderung früher", gab der 28-jährige zu. Er und seine Familie gehören seit jeher zum Zeltlager-Team Ebern. Schon als kleiner Junge war er immer mit dabei. Heute ergänzt er das Team des Arbeitsdienstes.

Für den perfekten Klang des Flügels sorgte Klavierbauer Gerhard Karl. Während des Schulbetriebes wird der große Flügel in der Aula zwar regelmäßig gewartet, "aber das Instrument bekommt ja besondere Aufmerksamkeit im Liederabend, hat also eine ordentliche Vorbereitung und frische Stimmung verdient", da sind sich die drei Musiker einig.

Mehrere Saiten

In der Mittellage und Höhe werde jeder Ton von mehreren Saiten gleichzeitig erzeugt. "Ist so ein Chor in sich verstimmt, dann klirrt's und scheppert's. Da rollt es nicht nur den Klassikfans die Fußnägel hoch!" Dank des Klavierstimmers sei das Instrument bestens präpariert gewesen.

Dem Konzept des "Kostenlosen Liederabends für alle", sind die Musiker von Anfang an treu geblieben. Zum gelungenen Konzertabend trugen viele der Ehrenamtlichen aus dem Zeltlager-Team bei.

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