Weisendorf

Franz Petter zeigt seine Schätze

Der scheidende Zweite Vorsitzende des Heimatvereins gibt auch sein Amt als Museumsführer ab.
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Franz Petters Lieblingsstück im Museum ist ein Dieselmotor aus den 1920er Jahren. Fotos: Manfred Welker
Franz Petters Lieblingsstück im Museum ist ein Dieselmotor aus den 1920er Jahren. Fotos: Manfred Welker
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Bereits bei der vergangenen Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Weisendorf hat Franz Petter sein Amt als Zweiter Vorsitzender niedergelegt. Anlässlich seines 70. Geburtstags, der im Vereinsheim am Museum gefeiert wurde, hielt Petter nun mit seinem Kollegen Georg Meister seine letzte Führung durch die angesammelten Schätze.

Zusätzlich zum runden Geburtstag kann Petter noch weitere Jubiläen in diesem Jahr begehen. So wurde vor 40 Jahren der Heimatverein Weisendorf gegründet, seit zehn Jahren gibt es das Museum. Petter ist zwar kein direktes Gründungsmitglied des Heimatvereins, war aber schon im Vorgängermuseum aktiv beteiligt und stellte irgendwann fest, dass er dann auch gleich Mitglied werden könne. Umgehend wurde er von Ansgar Nadrau für den Heimatverein geworben und ist seitdem sehr aktiv. Sein handwerkliches Geschick war auch mehrmals gefragt beim Einbau von Konstruktionen oder bei der Neuaufstellung von Sammlungsbereichen.

Nadraus Nachfolger

Vor allem seit dem Tod von Nadrau hat Petter ungezählte Führungen im Museum gehalten, das er aus dem Effeff kennt, etwa die verschiedenen Spritzen der Feuerwehren oder die landwirtschaftlichen Geräte. Natürlich hat Franz Petter ein Lieblingsstück im Museum, einen Dieselmotor. Der offene Verdampfermotor wurde von der Firma Sendling aus München gebaut, die bereits seit 1904 derartige Motoren herstellte.

Die Motorenfabrik München-Sendling wurde 1899 von Otto Vollnhals gegründet. In der Firma wurden hauptsächlich Dieselmotoren hergestellt, die in der Landwirtschaft Verwendung fanden. Das Exemplar, das der Heimatverein Weisendorf besitzt, hat eine Leistung von acht bis zehn PS und wurde in den 1920er Jahren hergestellt, so viel weiß Petter dazu. Der liegende Einzylindermotor wurde in Weisendorf von der Schlossverwaltung ursprünglich angeschafft, um Wasser vom Schlossweiher zum Bodenweiher zu pumpen, allerdings hat sich die Anschaffung nicht ausgezahlt, weiß Franz Petter zu berichten. Die Pumpleistung des Motors war nicht ausreichend. Später kam er an das Weisendorfer Heimatmuseum. Zu Petters Leidwesen hat der Motor einen Schaden erlitten, aber vielleicht kann der Tüftler den Motor im Museum wieder zum Laufen bringen. Schließlich ist sein weiteres Hobby, alte Traktoren zu restaurieren und zu erhalten.

Auch wenn er sich jetzt aus der Führung zurückzieht, bleibt er dem Verein immer noch verbunden und ist gerne bereit, sich unterstützend einzubringen.

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