Grafengehaig
wegesäuberung

Frankenwaldverein unternahm Maiwanderung der etwas anderen Art

Wanderungen im Mai sind auch im Frankenwald sehr beliebt. Allerdings sind beim aktuellen Kampf gegen den Borkenkäfer auch viele Waldwege in Mitleidenschaft gezogen worden. Bei einer Maiwanderung der e...
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Eine gefällte Fichte blockiert einen Waldweg. Foto: Klaus-Peter Wulf
Eine gefällte Fichte blockiert einen Waldweg. Foto: Klaus-Peter Wulf

Wanderungen im Mai sind auch im Frankenwald sehr beliebt. Allerdings sind beim aktuellen Kampf gegen den Borkenkäfer auch viele Waldwege in Mitleidenschaft gezogen worden.

Bei einer Maiwanderung der etwas anderen Art machte sich deshalb die Obfrau des Frankenwaldvereins Grafengehaig, Margitta Hieke, ein Bild vom Zustand der heimischen Wanderwege.

Sie stellte fest, dass ein Großteil der Waldbesitzer mit Umsicht und Rücksichtnahme arbeitet. Leider gebe es aber immer wieder "schwarze Schafe", die den Heimatfreunden das Leben unheimlich schwer machen.

So wurden in den vergangenen Woche Wege unpassierbar gemacht und zahlreiche Markierungen einfach umgeholzt. "Ich weiß nicht, ob das Gleichgültigkeit ist", schüttelte Hieke den Kopf, so manch ein Waldbesitzer verfahre nach dem Motto "Nach mir die Sintflut."

"Wir appellieren noch einmal an alle Waldbesitzer, unser mühevoll geschaffenes Wege- und Wandernetz nicht durch Gleichgültigkeit kaputt zu machen", so die Obfrau.

Markierungen verschwunden

Wer Bäume mit Markierungen fälle, sollte eine Ersatzmöglichkeit für die Kennzeichnung sorgen oder wenigstens die Gemeinde informieren.

Die Mitglieder der Orstgruppe kümmerten sich seit Jahrzehnten um die Pflege der Wege und Brücken, "damit sich Wanderfreunde aus allen Regionen bei uns wohl fühlen", so Hieke. "Uns fällt es aber immer schwerer, ehrenamtliche Kräfte für diese Arbeit zu finden, weil so viel Gleichgültigkeit und Verantwortungslosigkeit den Alltag bestimmen", bedauert sie.

Appell an Gemeinderat

"Wir appellieren auch an den Gemeinderat, hier mehr in Erscheinung zu treten auch einmal entsprechend der gesetzlichen Möglichkeiten tätig zu werden, wenn es erforderlich ist. Denn zum Schutz unserer Umwelt und zur Förderung des Tourismus im Frankenwald gibt es nur die Möglichkeit, gemeinsam tätig zu werden und sich gegenseitig zu unterstützen." kpw

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