Kronach
Nachruf

Frankenwald war seine zweite Heimat

Pater Heinrich Döing OMI ist am Montag im 96. Lebensjahr in Hünfeld verstorben. Pater Döing wirkte bis zum Alter von 85 Jahren mehrere Jahrzehnte im Frankenwald und war 14 Jahre (1985 bis 1999) Rektor...
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Pater HeinrichDöing
Pater HeinrichDöing

Pater Heinrich Döing OMI ist am Montag im 96. Lebensjahr in Hünfeld verstorben. Pater Döing wirkte bis zum Alter von 85 Jahren mehrere Jahrzehnte im Frankenwald und war 14 Jahre (1985 bis 1999) Rektor im Oblatenkloster Kronach. Er war 30 Jahre ununterbrochen vom Oblatenkloster aus im Frankenwald als Seelsorger tätig.

Seine erste Eucharistiefeier im Frankenwald hielt er 1978 in der St.-Anna-Kirche in Haig. 1999 verlieh ihm die Stadt Kronach die Ehrenmedaille in Silber und 1996 wurde Pater Döing durch Erzbischof Dr. Karl Braun zum Erzbischöflichen Geistlichen Rat ernannt.

Als 75-Jähriger verließ er 1999 den Frankenwald und sah seinem Ruhestand entgegen. Doch er wurde von seinem Orden OMI (Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria) wieder in die Seelsorgetätigkeit berufen. Und so kam er als 85-Jähriger nochmals nach Kronach zurück. Ein paar Wochen sollte er als Klinikseelsorger an der Frankenwaldklinik tätig sein, doch es wurde ein weiteres ganzes Jahr daraus.

Bei seiner Verabschiedung in der Frankenwaldklinik und aus dem Frankenwald im August 2009 verhehlte er nicht, dass der Frankenwald ihm zur zweiten Heimat geworden sei. "Ganz ehrlich", sagte er, "ich habe die Menschen hier lieben und schätzen gelernt und bedauere es, nun Abschied nehmen zu müssen".

Füreinander da sein

Die Frankenwaldklinik bezeichnete er als beredtes Beispiel für die Worte des Evangeliums, "einer trage des anderen Last". Das Füreinanderdasein sei die wichtigste Aufgabe auf Erden und das habe er gerade in der Frankenwaldklinik immer wieder erlebt. Es gebe kein Leben und Sterben auf Probe, daher trage im Alltag und in der Welt der eine des anderen Last. Wer bei dieser kleinen Abschiedsfeier dabei war, konnte die Menschennähe und Herzlichkeit des Paters verspüren.

14 Jahre Rektor in Kronach

Im Kloster der Oblaten in Hünfeld, wo Pater Heinrich Döing nun hochbetagt starb, legte er 1950 die Ewige Profess ab. Er studierte an der ordenseigenen Hochschule im St. Bonifatiuskloster Hünfeld Theologie und Philosophie und konnte in seiner Heimatgemeinde St. Ludgerus in Spork 1952 die Priesterweihe empfangen.

Seine seelsorgerische Tätigkeit führte ihn bis nach Südafrika, ehe er 1985 seinen Dienst im Oblatenkloster Kronach übernahm und als Rektor die Kommunität in Kronach 14 Jahre leitete. Eines seiner Hobbys war damals der Computer, wo er, wie er sagte, viele Predigten und viele schöne Bilder seines ereignisreichen Lebens speicherte.

Das Requiem findet am Freitag, 16. August, um 11 Uhr in der Klosterkirche Hünfeld statt, anschließend ist Beerdigung auf dem Klosterfriedhof in Hünfeld. eh

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