Heiligenstadt

Franken helfen in Osteuropa

Mehr als 1000 Tonnen an Hilfsgütern hat der christliche Missionsverein "Lasst uns gehen" in 25 Jahren an Bedürftige verteilt - ein wertvoller Dienst am Menschen.
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Alle Jahre wieder: Rund 3000 Weihnachtspäckchen transportiert "Lasst uns gehen" nach Rumänien, Moldawien oder die Ukraine und sorgt dort für leuchtende Kinderaugen. Foto: Friedrich Dorsch/Archiv
Alle Jahre wieder: Rund 3000 Weihnachtspäckchen transportiert "Lasst uns gehen" nach Rumänien, Moldawien oder die Ukraine und sorgt dort für leuchtende Kinderaugen. Foto: Friedrich Dorsch/Archiv

Johannes Höllein Jedes Jahr vier bis sechs Transporte organisieren und die Hilfsgüter wenn möglich direkt vor Ort - vornehmlich in Krisenregionen Osteuropas - an die Bedürftigen verteilen. Bekleidung, Lebensmittel, Haushaltswaren, Krankenhaus-Ausstattung, Medikamente, Spielsachen und lebenserleichternde Gerätschaften: Mehr als 1000 Tonnen an Hilfsgütern hat der christliche Missionsverein "Lasst uns gehen" aus Heiligenstadt in den vergangenen 25 Jahren dort hingebracht, wo sie dringend benötigt wurden. Und all das auf ehrenamtlicher Basis.

Vorsitzender Friedrich Dorsch und seine Mitstreiter - rund 300 Mitglieder hat der Verein - wollen christliche Werte vermitteln und haben sich daneben das Ziel gesetzt, armen und notleidenden Menschen unabhängig von Hautfarbe, Nationalität und Konfession zu helfen. Dorsch, der immer schon gern gespendet hat, musste selbst einst mit ansehen, wie Waisenkinder in Rumänien wie Tiere behandelt wurden. Dieses Erlebnis ist ihm Antrieb für das eigene Tun. Verstärkt durch den Anspruch, wissen zu wollen, was mit dem Geld passiert.

Es ist kein Geheimnis, dass bei großen Wohlfahrtsverbänden viel von dem Spendengeld für die Verwaltung draufgeht. Bei "Lasst uns gehen" wird das durch die Ehrenamtlichkeit verhindert. "Das gespendete Geld kommt direkt beim Bedürftigen an", erzählt Dorsch. Ungeachtet so mancher Schikane klappe die Zusammenarbeit vor Ort recht gut. "Die Arbeit ist aufwendig und anstrengend, aber wir bekommen mehr zurück als wir geben."

Laufende Projekte

Der Missionsverein unterstützt Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Altenheime, aktuell laufen fünf Projekte: In Rumänien wird der Fortbestand eines Waisenhauses materiell und finanziell unterstützt sowie der Unterhalt eines Gebäudes für ein Schul- und Hausaufgaben-Projekt, das sich an mittellose Roma-Kinder richtet. In Moldawien soll ein Jugendwohnhaus als Zufluchtsstätte vor Menschenhandel und Ausbeutung entstehen. Daneben sammelt "Lasst uns gehen" Spenden, um die Lebenssituation von Waisenkindern in Indien zu verbessern, und versucht, die Finanzierung einer Augen-Operation auf die Beine zu stellen, die eine 48-jährige Ukrainerin vor der Erblindung bewahren würde.

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