Ebermannstadt
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Franken gegen Strabs

Die Mitglieder des Fränkischen Bundes trafen sich zu ihrer Mitgliederversammlung im Gasthaus "Resengörg" in Ebermannstadt. Neben einer Rückschau auf vereinsinterne Modernisierungsprozesse richtete sic...
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Die Mitglieder des Fränkischen Bundes trafen sich zu ihrer Mitgliederversammlung im Gasthaus "Resengörg" in Ebermannstadt. Neben einer Rückschau auf vereinsinterne Modernisierungsprozesse richtete sich der Blick auch in die Zukunft. Kritisiert wurde die "Ignoranz gegenüber unserem fränkischen Dialekt in ZDF und Bayerischem Fernsehen".
Der Verein habe gerade wegen seiner Überparteilichkeit die Möglichkeit, frankenfreundliche Initiativen aller Parteien aufzugreifen und zu unterstützen oder selbst anzuregen, hieß es. So habe man sich mit 140 Bürgerinitiativen und den Freien Wählern zusammengetan und unter dem Motto "Franken gegen Strabs" mit dazu beigetragen, dass die Straßenausbaubeitragssatzung zunächst ausgesetzt wurde. Ähnlich sei das Dauerthema "Invest in Bavaria" von der SPD im Wahlkampf aktiv aufgegriffen worden.
Auch die Initiative der Partei für Franken, die Herkunftsbezeichnung für fränkisches Bier zu schützen, sei ein Dauerthema im Fränkischen Bund. Mit den Grünen verbinde die Gruppierung die Initiative, Nahrungsmittel aus der Region zu bevorzugen. Was die "staatstragende Partei CSU" mit ihrem neuen fränkischen Ministerpräsidenten betrifft, übe sich der Verein zunächst in Zurückhaltung, was Kritik angehe. Das "Beckstein-Debakel" und dessen "Anbiederungsgebaren" gegenüber Oberbayern sei den Mitgliedern noch in schlechter Erinnerung. Söder sollte das Schicksal Becksteins bei seinen derzeitigen "Oberbayern-Schmeicheltouren" berücksichtigen.
Die FDP, die schon wieder in den Startlöchern für eine Koalition mit der CSU stehe, sei beim Fränkischen Bund "völlig unten durch". Man werde nie vergessen, dass die Liberalen unter ihrem Kunstminister Heubisch zunächst wie SPD und Grüne die Initiative des Fränkischen Bundes, die geraubten Kulturgüter nach Franken zurückzugeben, erst massiv unterstützt, im entscheidenden Moment aber mit der CSU im Landtag dagegen gestimmt hätten. "Der Domschatz wäre längst in Bamberg", hieß es. J.K.
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