Münnerstadt
Stadtentwicklung

Fraktion Neue Wege zieht Antrag auf Architektenwettbewerb zurück

Eine ausgiebige Diskussion haben die Anträge der Fraktion Neue Wege zur Neugestaltung der Altstadt, Veit-Stoß-Straße, Riemenschneiderstraße und Marktplatz sowie auf Vorlage eines überarbeiteten Stadtb...
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Eine ausgiebige Diskussion haben die Anträge der Fraktion Neue Wege zur Neugestaltung der Altstadt, Veit-Stoß-Straße, Riemenschneiderstraße und Marktplatz sowie auf Vorlage eines überarbeiteten Stadtbodenkonzeptes ausgelöst. Zwar zog Klaus Schebler (Neue Wege) die Anträge auf eindringliche Bitte des Bürgermeisters Helmut Blank (CSU) erst einmal zurück, bis 31. Juli soll es aber weitere Informationen zu dem Thema geben.

Erst Gespräche führen

Schon als er 1992 im Bauamt der Stadt Münnerstadt tätig war, sei das ein Thema gewesen, sagte der Bürgermeister, der sich erfreut über die Anträge zeigte. Trotzdem bat er die Stadträte von Neue Wege darum, die Anträge zurückzustellen, damit Evi Mohr vom Büro des Sanierungsbeauftragten Schlicht Lamprecht Architekten Gespräche mit der Regierung aufnehmen kann. Außerdem stünden momentan ohnehin viele Aufgaben an. Dass Planungen viel Zeit benötigen, sei ja bekannt, sagte Klaus Schebler dazu. Es gehe darum, die Vorbereitungen zu treffen, damit in drei, fünf oder sieben Jahren Ergebnisse vorliegen. "Wir werden den Antrag nicht zurückziehen, aber wir lassen der Verwaltung Zeit", sagte er.

Schon viel vorhanden

Dieter Petsch (Forum aktiv) sah den Sachverhalt ganz anders. "Ein Architektenwettbewerb kostet Geld", sagte er. Dabei gebe es ein Stadtbodenkonzept aus den 1980er Jahren, ein städtebauliches Entwicklungskonzept und viele Unterlagen mehr, die man nur einmal zusammenbringen müsse. "Genau das ist das Problem, das ist alles überholt", konterte Klaus Schebler. Er halte einen Architektenwettbewerb, wie die Stadt im Jahr 2030 aussehen könnte, für nötig. Helmut Blank sagte dazu, dass ein solcher Wettbewerb ja Bestandteil des Beschlusses zur Fortschreibung der Städtebauförderung sei.

Nicht neu

"Das ist keine Erfindung von Neue Wege", meinte Rosina Eckert (Forum aktiv) zu den Anträgen der Gruppierung. Sie verwies auf die Wahlen in einem Jahr. Das könne man dem neuen Stadtrat überlassen. Rosina Eckert ging auf die zahlreichen in der Sitzung behandelten Vorhaben ein. "Wenn wir auch noch das Jägergrundstück herrichten, haben wir unsere Arbeit gemacht", sagte sie. Auch Michael Kastl gab zu bedenken, dass der neue Kreisel auf der Entlastungsstraße in die Planung einbezogen werden müsse. Dies sei aber erst ab 2021 möglich.

Leo Pfennig (fraktionslos) bestätigte, dass der Architektenwettbewerb in der Programmfortschreibung steht. "Der steht schon lange drin", sagte er. Sein Vorschlag: Die Verwaltung übergibt dem Büro des Sanierungsbeauftragten sämtliche vorhandene Gutachten und Untersuchungen zum Thema Stadtbodenkonzept und Neugestaltung der Innenstadt und bittet die Mitarbeiter, ein Konzept vorzulegen. Die Stadt müsse erst mit der Regierung sprechen, dann könne ein Arbeitskreis gebildet werden, den Dieter Petsch zuvor vorgeschlagen hatte, meinte der Bürgermeister. Er bat darum, dafür ein halbes Jahr Zeit zu bekommen. So soll das Thema am 31. Juli wieder behandelt werden. "Wir sind ja bei Ihnen", betonte Klaus Schebler. "Uns ist es wichtig, dass der Anstoß gegeben wird, damit in fünf bis zehn Jahren angefangen werden kann." Und das sei ja nun geschehen.

Noch einmal gebeten

Nachdem der Bürgermeister noch einmal darum gebeten hatte, den Antrag zurückzuziehen, willigte Klaus Schebler ein. Damit ist das Thema bis Ende Juli erst einmal vom Tisch. Dann soll das Büro Schlicht Lamprecht Architekten erste Ergebnisse vorlegen.



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