Dörfles-Esbach
bürgerversammlung

Fragen und Kritikpunkte drehten sich um Verkehrswege in Dörfles-Esbach

Überwältigend war der Besuch zur Bürgerversammlung im Rathaussaal nicht. Das verführte Bürgermeister Udo Döhler (UBV) zur Bemerkung: "Freut mich, wenn alles in Ordnung ist." Es gab dann aber doch eini...
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Überwältigend war der Besuch zur Bürgerversammlung im Rathaussaal nicht. Das verführte Bürgermeister Udo Döhler (UBV) zur Bemerkung: "Freut mich, wenn alles in Ordnung ist." Es gab dann aber doch einiges zu besprechen.

Gerhard Stammberger fragte, was aus dem Gelände zwischen der ehemaligen Firma Hosen-Leis und der A 73 wird - mit dem Hintergrund, eine weitere Stromtrasse zu verhindern. "Das Gelände ist an einen Investor verkauft", war die Antwort Döhlers. Dort werde ein einziger größerer Betrieb im Rahmen eines beschlossenen Bebauungsplanes entstehen.

Stammberger stellte in einem zweiten Punkt fest, dass bei den Straßenschwellen im Bereich des Parks (Von-Werthern-, Bertelsdorfer Straße und Lauterbergstraße) Öllachen festzustellen seien. Zudem sei das Schlepperfahren dort eine Katastrophe. Döhler entgegnete, dass dort eben langsam zu fahren sei, was Sinn und Zweck der Schwellen sei.

Und noch einen dritten Punkt brachte Stammberger vor: Die Löcher im Wirtschaftsweg entlang der A 73 seien unzumutbar. Der Bürgermeister sagte darauf: "Ich kümmere mich darum."

Herold Thomä forderte in der Lauterer Straße eine Tonnagebeschränkung. "Geht nicht", meinte der Bürgermeister, "da die Gewerbebetriebe auf derartige Lieferfahrzeuge angewiesen sind." Ebenso wollte Thomä wissen, ob beim geplanten Kreisel in der Lauterer Straße auch größere Fahrzeuge durchkämen. Er bekam zur Antwort, dieser noch zu erstellende Kreisverkehr sei so konzipiert, dass er notfalls in solchen Fällen überfahren werden könne, da eine Pflasterung vorgesehen sei.

Herwig Pohl fragte nach der Erschließung des geplanten Klinikcampus auf dem Gelände der ehemaligen BGS-Kaserne, das zu einem Drittel auf Dörfleser Gemarkung liegt. Die Erschließung erfolge hauptsächlich über die Lauterer Höhe, also über Coburger Flur, war die Antwort des Gemeindeoberhauptes.

Ansonsten verwies Döhler in seinem umfangreichen Bericht auf eine Einwohnerzahl von 3951. 20 Geburten, 13 Eheschließungen und 45 Sterbefälle sind laut Döhler zu verzeichnen. Zum Haushalt 2018 stellte er fest, dass der Personalkostenanteil am Verwaltungshaushalt 19,39 Prozent betrage (mit kommunalem Kindergarten 32,38 Prozent). Die Rücklagen der schuldenfreien Gemeinde betragen laut Döhler trotz Entnahmen 2018 in Höhe von 2,5 Millionen Euro immer noch 5,7 Millionen Euro.

Döhler erwähnte, dass Investitionsvorhaben von Vereinen durch Zuschüsse der Gemeinde stets gefördert worden seien. Er berichtete, dass der Schulbetrieb im sanierten Schulgebäude trotz unvorhergesehener Schäden zum Schuljahresbeginn wieder aufgenommen werden konnte. Der Umbau des von der katholischen Kirche erworbenen Anwesens zu einem Bürgerhaus verschlinge 2,7 Millionen Euro. Mit 1,7 Millionen Fördergeldern werde gerechnet, was ein großer Erfolg sei. Udo Döhler bedauerte, dass manche Bauarbeiten ins Stocken geraten seien, da die Firmen aufgrund der hohen Auftragslage nicht dazu imstande seien, am Bau weiterzumachen. Das betreffe die Anlage eines Gehweges am Schulsportplatz, Straßensanierungsarbeiten und die Sanierung von Kanalschachtdeckeln.

Döhler brachte auch weitere seiner Anliegen vor. Er bemängelte bei der Versammlung das Verhalten von einigen Verkehrsteilnehmern. Sie hielten sich nicht an Schilder und Vorschriften, obwohl sie selbst dies immer forderten. dav

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