Lichtenfels

Fränkisches wird mehr gekauft

In den Supermärkten gibt es immer mehr regionale Produkte, wie auch in den fünf Filialen des Edeka Werner Centers. Dort gibt es mittlerweile auch Kartoffeln der Familie Weidner aus Stublang.
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Regionale Produkte werden immer mehr gekauft: So auch die Kartoffeln der Familie Weidner aus Stublang.  Fotos: Theresa Schiffl
Regionale Produkte werden immer mehr gekauft: So auch die Kartoffeln der Familie Weidner aus Stublang. Fotos: Theresa Schiffl
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Theresa Schiffl Bio, regional oder lokal, Fair trade - egal auf welchen Verpackungen - irgendein Siegel findet sich immer. "Das Problem ist, es werden immer mehr Siegel und auch die Bezeichnungen lokal oder regional sind nicht fest definiert", erklärt Christian Werner vom Edeka Center in Lichtenfels. Trotzdem nehme die Nachfrage nach lokalen Produkten aus dem Landkreis oder aus Franken zu.

Lokale Produkte beliebter

Seit einiger Zeit gibt es auch eine der wahrscheinlich typischsten Beilagen in den Filialen zu kaufen: Kartoffeln der Familie Weidner aus Stublang bei Bad Staffelstein: "An diesem Beispiel hat sich sehr gut gezeigt, dass die Kunden regionale Produkte schätzen. Das neue Angebot haben die Kunden super angenommen", erklärt Maik Zierenberg, der Bezirksleiter.

"Wir haben gestern einmal versucht, alle fränkischen Produkte zu zählen: Dabei sind wir auf über 1000 gekommen, und da sind noch nicht einmal alle Biere und Weine dabei", sagt er weiter.

Regionale Lebensmittel sind bei Edeka Werner zum Beispiel Eier, Käse und Milch, Wurst in Gläsern der Landmetzgerei Hauck aus Coburg, Purmüsli aus Kulmbach oder vegetarische und vegane Gerichte von amidori aus Bamberg.

Damit die Suche nach lokalen Produkten aus Franken nicht so schwierig ist, sind sie sie mit rot-weißen Fahnen gekennzeichnet, oder auf speziellen Tischen und in Regalen arrangiert. Auf den verpackten Produkten stehe es noch auf der Folie.

Verkauf nicht kompliziert

Insbesondere junge Landwirte, die gerade den Familienhof übernommen haben, meldeten sich oft bei ihnen, erklärt Zierenberg. "Das ist tatsächlich alles gar nicht so kompliziert, wie man vielleicht im ersten Moment meint", sagt er. "Qualitätskriterien müssen sowieso alle erfüllen, also ist das schon einmal das geringste Problem, um bei uns seine Ware verkaufen zu können."

So war es auch bei Familie Weidner. "Das hat sich alles recht spontan entwickelt und war nur Zufall. Wir sind ja bereits Selbstvermarkter und dann hatten wir auf einmal so viele Kartoffeln und dann bin ich einfach zum Edeka gefahren", erinnert sich Angelika Weidner. Dass ihre Kartoffeln am selben Tag auch immer alle fast weg sind, freut sie sehr. "Wir haben unsere Anbaugebiete sogar verdreifacht."

Mittlerweile werden ihre Kartoffeln in drei Filialen von Edeka Werner verkauft. "Die einzige Schwierigkeit bei kleineren, regionalen Betrieben ist, dass dann auch genügend Ware da sein muss. Sonst verärgern wir natürlich die Kunden. Aber das war bisher kein Problem", sagt Zierenberg.

Und das Geschäft mit seinen fünf Filialen möchte sein Angebot weiter ausbauen: Für Milch und Fleisch suchen sie noch lokale Anbieter. "Wir arbeiten daran, Werte zu vermitteln. Dafür wollen wir unseren Kunden regionale Produkte anbieten und ihnen die Wahl zwischen verpackter oder unverpackter Ware ermöglichen", sagt Christian Werner.

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