Bad Kissingen
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Fränkischer Abend kam an

Es ist eine schöne Tradition, dass im "Fränkischen Abend" einmal im Jahr auch Volksmusik aus dem Egerland zu hören ist. Im sehr gut besuchten Rossini-Saal in Bad Kissingen brachte Gabi Kanz als Organi...
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Es ist eine schöne Tradition, dass im "Fränkischen Abend" einmal im Jahr auch Volksmusik aus dem Egerland zu hören ist. Im sehr gut besuchten Rossini-Saal in Bad Kissingen brachte Gabi Kanz als Organisatorin wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne. Das Ehepaar Lissy und Hans Heilgenthal, bekannt als "Spessart-Spielleut", begeisterten mit Liedern aus dem Egerland ebenso wie mit eigenen humorvollen Gedichten in fränkischer Mundart. Sowohl als routinierte Begleiter der Tanzgruppe als auch als Multi-Instrumentalisten mit Quetsche, Klarinette und böhmischem Dudelsack sind sie immer gern gesehene Gäste im Regentenbau.

Die "Premicher Musikanten" gelten zurecht als eine der besten Blaskapellen der Rhön. Unter der Leitung von Thomas Kirchner spannten sie den Bogen vom "Frankenlied" hin zu Klassikern der böhmischen Blasmusik wie den "Rauschenden Birken". Beeindruckend sind ihre stets saubere Intonation und der angenehm weiche Klang.

Ein optischer Höhepunkt war die "Maßbacher Volkstanzgruppe", die auf erfrischende Weise Tänze aus Franken und dem Egerland darbot. Für einen herzhaften Lacher sorgte eine Tänzerin, die im Gespräch mit der wie immer gut aufgelegten Moderatorin Gabi Kanz einen Rock nach dem anderen lupfte und einen Einblick in den "Unterbau" ihrer Tracht gab. Dass ihre farbenfrohen Dirndl alle selbst genähte Unikate sind, ist für die Maßbacherinnen eine Selbstverständlichkeit.

Abgerundet wurde der unterhaltsame Abend durch "Kilian, Kolonat und TonArt", einem Quartett, das traditionelle Volksmusik mit neuen, auch jazzigen Elementen verbindet. Das originelle Musikstück "Nick net ein, nick mit", eine "Rhythmische Headbanger-Polka", so der augenzwinkernde Untertitel, stammt aus der Feder von Kilian Moritz und wurde an diesem Abend uraufgeführt. Das witzig-hintergründige Loblied auf "Die "Schöppli hier in Franken", schon öfters als die "neue Franken-Hymne" bezeichnet, durfte natürlich nicht fehlen. Zur Freude der Zuhörer bekam die Kurstadt Bad Kissingen eine eigene Strophe gedichtet.

"Schon immer haben sich Kulturkreise gegenseitig befruchtet! So haben beispielsweise die Egerländer ihre wunderbare Volksmusik zu uns mitgebracht", so Kilian Moritz, als er den jungen serbischen Akkordeon-Virtuosen Sinisa Ljubojevic ankündigte. Mit dem teils gefühlvollen, teils mitreißenden Bravourstück "Ein Tag auf dem Balkan" begeisterte er das gesamte Publikum. Nach einem fast zweistündigen abwechslungsreichen und hochkarätigen Konzert stellte Gabi Kanz fest: "Es war wieder arch schüe!". Dem stimmten die glücklichen Zuhörer gerne zu. red

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