Coburg
SPD

Forderungen zu Rente und Alter

Der SPD-Ortsverein Coburg-Nordost hat sich intensiv mit dem Thema Alterssicherung befasst. "Das System der Altersvorsorge in Deutschland muss in der Tat nachhaltig umgestaltet werden. Gerade auch die ...
Artikel drucken Artikel einbetten

Der SPD-Ortsverein Coburg-Nordost hat sich intensiv mit dem Thema Alterssicherung befasst. "Das System der Altersvorsorge in Deutschland muss in der Tat nachhaltig umgestaltet werden. Gerade auch die junge Generation sollte sich mit lauter Stimme in eine Diskussion über die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland einmischen", heißt es in einer Mitteilung des Vorsitzenden Dominik Sauerteig und seines Stellvertreters Karl-Heinz Gottschlich.

Ihre Forderungen, die sie in insgesamt elf Punkten zusammengefasst haben, sind bereits an die Bundes-SPD übermittelt worden. So fordern die Coburger Genossen, dass alle Bürger, die ein Einkommen aus selbstständiger oder unselbstständiger Arbeit beziehen, in eine gemeinsame Bürgerversicherung einzahlen sollen. Die gesetzliche Rentenversicherung solle zur Erwerbstätigenversicherung ausgebaut werden. Dafür sollen die Beitragsbemessungsgrenzen entfallen. Die höchstmögliche Rente soll 4000 Euro, die Mindestrente 1000 Euro im Monat betragen. Außerdem sollte es vereinfacht werden, Zusatzbeiträge einzuzahlen, um flexibler in Rente gehen zu können.

Um Altersarmut zu verhindern, soll das Rentenniveau außerdem wieder auf über 50 Prozent des letzten Nettoeinkommens angehoben werden. Die laut Mitteilung "systemwidrigen Abschläge" bei der Erwerbsminderungsrente gehören abgeschafft, schon ab dem 60. Lebensjahr soll eine Teilrente möglich sein, fordern die SPD-Genossen. Die Riester-Rente sei gescheitert, deshalb sollten nur noch die bestehenden Verträge vom Staat gefördert werden, aber keine neuen mehr. Auch müsse der Mindestlohn - derzeit 9,19 Euro - deutlich angehoben werden; die Möglichkeiten für Leiharbeit oder Werksverträge müssten begrenzt werden. Denn wegen niedriger Einkommen oder mehrfacher Leiharbeitsverträge hätten viele bereits jetzt kaum Aussicht auf auskömmliche Alterseinkommen. "Die Rente muss auch in Zukunft nicht nur vor Armut schützen, sondern wieder einen deutlich höheren Beitrag zur Sicherung eines angemessenen Lebensstandards leisten", heißt es in dem Papier. red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren