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Forchheimer Schlaganfall-Versorgung kann Vorbild für China sein

Li He, Präsidentin der chinesischen Schlaganfall-Gesellschaft der Provinz Sichuan, besuchte das Klinikum Forchheim, um sich über die telemedizinische Schlaganfall-Versorgung im Schlaganfall-Netzwerk z...
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Beim Besuch in Forchheim (v. l.): Hongjun He (Deutsch-Chinesischer Technologieaustausch DCTA-Stiftung), Lorenz Breuer (Universitätsklinikum Erlangen), Li He (West-China-Hospital Chengdu), Barbara Willaczek und Jürgen Gschossmann  Foto: PR
Beim Besuch in Forchheim (v. l.): Hongjun He (Deutsch-Chinesischer Technologieaustausch DCTA-Stiftung), Lorenz Breuer (Universitätsklinikum Erlangen), Li He (West-China-Hospital Chengdu), Barbara Willaczek und Jürgen Gschossmann Foto: PR

Li He, Präsidentin der chinesischen Schlaganfall-Gesellschaft der Provinz Sichuan, besuchte das Klinikum Forchheim, um sich über die telemedizinische Schlaganfall-Versorgung im Schlaganfall-Netzwerk zu informieren.

Das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz verfügt als Mitglied im Netzwerk neben der zertifizierten "Telestroke Unit" unter der Leitung von Barbara Willaczek damit über ein erweitertes Behandlungsspektrum. Im Beisein von Lorenz Breuer, Projektleiter und Oberarzt am Universitätsklinikum Erlangen, informierte sie sich über die Funktionsweise der telemedizinischen Konsultation.

Die Neurologin Li He praktiziert am West-China-Hospital der Sichuan Universität in Chengdu, der Provinzhauptstadt mit 14,4 Millionen Einwohnern. Das Krankenhaus verfügt über 4300 Betten, versorgt Patienten im Umkreis von 100 Kilometern und ist das Zweitbeste in einer Rangliste der Fudan-University. Der wissenschaftliche und technologische Einfluss des Krankenhauses steht an erster Stelle in China.

Begleitet wurde Li He von Hongjun He, der für die Stiftung Deutsch-Chinesischer Technologieaustausch (DCTA) in Düsseldorf arbeitet. Die Stiftung koordiniert und fördert Vorträge, Fachtagungen, die Vorführung von neuartigen Behandlungsmethoden und Materialien und unterstützt Kooperationsprojekte in beiden Ländern.

Ländlich und teils unterversorgt

Honjun He vergleicht Bayern mit Sichuan: "Es ist dort auch bergig wie hier." In ländlichen, medizinisch teils unterversorgten Gebieten könnte auch in Sichuan mit Hilfe der Telemedizin die räumliche Distanz zwischen Patienten und Arzt oder zwischen zwei Ärzten überbrückt werden. Schlaganfälle können so schnell diagnostiziert und therapiert werden.

Bei einem Schlaganfall - einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn oder einer Hirnblutung - ist schnelle und kompetente Hilfe lebenswichtig. Durch Telemedizin wird die Expertise zum Patienten gebracht.

Das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz verfügt laut Pressemitteilung über eine von deutschlandweit über 300 zertifizierten "Stroke Units". Konkret handelt es sich dabei um eine von deutschlandweit 13 telemedizinisch vernetzten Einheiten. Die Zertifizierung und Rezertifizierung durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) erfolgt regelmäßig in dreijährigen Abständen. Auf der "Telestroke Unit" unter der Leitung von Oberärztin Barbara Willaczek, die in der Klinik für Innere Medizin angesiedelt ist, arbeitet ein interdisziplinäres Behandlungsteam aus Fachärzten für Innere Medizin, speziell geschultem Pflegepersonal, Sprach- und Schlucktherapeuten, Ernährungstherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten sowie Sozialpädagoginnen.

Die neurologische Expertise liegt in Form von täglichen Visiten eines Facharztes vor. Rund um die Uhr steht darüber hinaus ein Experte aus den drei sogenannten Steno-Zentren (Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern) Erlangen, Bayreuth und Nürnberg via Telemedizin zur Verfügung. red

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