Forchheim

Forchheim steht kurz vor dem Aufstieg

Dank der ersten Niederlage der HSG Nabburg/Schwarzenfeld haben die HC-Frauen die Meisterschaft in der Bezirksoberliga am letzten Spieltag gegen Rohr in der eigenen Hand.
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Linda Gärtner (li.) und die Frauen des HC Forchheim brauchen zum Saisonabschluss nur noch einen Heimsieg gegen ein Kellerkind zum Aufstieg in die Landesliga.  Foto: Marie Möhrlein/Archiv
Linda Gärtner (li.) und die Frauen des HC Forchheim brauchen zum Saisonabschluss nur noch einen Heimsieg gegen ein Kellerkind zum Aufstieg in die Landesliga. Foto: Marie Möhrlein/Archiv
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In 18 Begegnungen der Handball-Bezirksoberliga Ostbayern waren die Frauen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld kein einziges Mal als Verlierer vom Feld gegangen. Lediglich im Hinspiel gegen den HC Forchheim gaben die Oberpfälzer wegen Spielermangels kampflos beide Punkte ab. Dazu ließen sie bei zwei Unentschieden - eines davon im Rückspiel gegen die Flippers - Federn. Im Spitzenspiel erwischte es die HSG zum ersten Mal regulär. Nabburg unterlag bei der SG Naabtal und gab Platz 1 wieder an den HC ab.

Die Mannschaft von Coach Thomas Ihrke löste derweil ihre Auswärtsaufgabe in Eckental und bekommt den Titel damit fast auf dem Silbertablett serviert. Ein Heimsieg gegen Rohr/Pavelsbach am kommenden Samstag würde den Aufstieg in die Landesliga bedeuten. Zwar hat der Gegner den Klassenerhalt seit geraumer Zeit sicher, dennoch ist die SG keine Laufkundschaft: Den Schwarzenfeldern musste sie sich Ende März nur mit 17:18 geschlagen geben.

27:38-Niederlage für HC

Auch bei den Forchheimer Männern könnte Nabburg das Zünglein an der Waage sein. Da die Flippers sowohl am Samstag bei Tabellenführer HC Erlangen III als auch gestern Abend das Nachholspiel in Herzogenaurach (27:38) verloren, brauchen sie am letzten Spieltag gegen Schlusslicht Weiden vermutlich noch einen Sieg für den BOL-Verbleib. Sollte Schwarzenfeld am Donnerstag patzen, wäre der Klassenerhalt für das Team des Trainerduos Matthias Gieck und Markus Carra dagegen schon vorher sicher, den direkten Vergleich hat der HC nämlich auf seiner Seite.

Die Forchheimer D-Juniorinnen haben nach der Meisterschaft in der Bezirksoberliga Ostbayern auch die Duelle mit den Titelträgern der anderen drei Bezirke klar für sich entschieden und in der heimischen Ehrenbürg-Halle den Nord-Cup gewonnen.

Frauen, Bezirksoberliga

HG Eckental - HC Forchheim 23:26

Nach einem spielfreien Wochenende mussten sich die Gäste auf ihre Pflichtaufgabe konzentrieren, wenngleich die eine halbe Stunde später gestartete Partie zwischen Naabtal und Nabburg fast ebenso wichtig war. Die Flippers hatten jedoch vor allem in der Abwehr große Anfangsschwierigkeiten. Zu oft ließen sie Rückraumwürfe des Gegners zu und zu selten verhinderten sie dessen Kreisanspiele. Deshalb ging die Heimmannschaft bis zur 14. Minute mit 7:3 in Führung.

Auch danach tat sich der HC schwer, weshalb Eckental den Vier-Tore-Vorsprung noch eine Weile hielt. Nach einem von fünf erfolgreichen Siebenmetern von Sabrina Molls ging es für die Forchheimer bergauf. Mit einem Vier-Tore-Lauf übernahmen sie in der 30. Minute sogar die Führung (10:11). Der letzte Treffer der ersten Hälfte gehörte den Gastgeberinnen und so ging es nach der Pause mit einem Gleichstand los.

Spannende Schlussphase

Der Start in die zweite Halbzeit gelang dem HC, der in der 42. Minute mit 19:15 vorne lag. Aufgrund mehrerer Zeitstrafen gegen sich kam die HG aber auf ein Tor heran (22:23, 56.). Es folgte eine spannende Schlussphase, in der sich die Gäste dank eines Doppelschlags von Franziska Hoffmann durchsetzten. Damit zeigten sich die Flippers wieder einmal nervenstark und entschieden ein beidseitig hartes, aber faires Spiel mit einer geschlossenen und kämpferischen Leistung für sich. red HC: Siebenhaar - H. Nemeth, Rothenbücher (2), Gareis, Gärtner (1), Zettelmeier (4), Heilmann, Molls (6/5), Schmitt (4), Hoffmann (3), Irnstorfer (2), Kohnen (4)

D-Juniorinnen, Nord-Cup

Weitere Parallele zwischen den Jungs des HSC Coburg und den Mädels des HC Forchheim: Beide Nachwuchsmannschaften unterlagen im Januar in der Münchner Olympiahalle im Finale der Mini-WM, jetzt holten sie sich den Titel beim Nord-Cup, an dem in den zwei Forchheimer Gymnasium-Hallen die Titelträger der vier nordbayerischen Bezirke teilnahmen. Bei der männlichen D-Jugend behielt der HSC gegen die SG Rimpar und die JSG Fürther Land mit nur einem Tor Unterschied die Oberhand. Die Forchheimerinnen spazierten dagegen mühelos zum höchsten Titel in dieser Altersklasse. HC Forchheim - HSG Rednitzgrund 22:12

Zum Auftakt wartete der härteste Brocken, hatten die Mädchen aus Stein und Eibach die Bezirksliga in Mittelfranken doch klar dominiert. Dank einer energisch zupackenden Abwehr sowie druckvollen Angriffen über die Mittelachse Emma Bastian, Emma Reif und Sophie Ahlers, die auch immer wieder die Kreisläuferin Franka Böhme in Szene setzten, warf der HC aber schnell einen klaren Vorsprung heraus, den er kontinuierlich ausbaute. HC Forchheim - HSG Volkach 24:4

Gegen die Unterfränkinnen führte die von den Trainern Lothar Rauscher und Steffen Bastian offensiv aufgestellte Abwehr zu Ballgewinnen, die die HC-Mädchen eiskalt in schnelle Kontertore und einen klaren Sieg ummünzten. HC Forchheim - HSG Fichtelgebirge 22:14

Aufgrund der bisherigen Dominanz ließ Forchheim im letzten Spiel etwas die Zügel schleifen und verließ sich auf die Qualitäten im Angriff. Dennoch geriet der zweite Cup-Sieg in Folge nicht in Gefahr. ms

HC: Katharina Scherl - Emma Bastian (17), Emma Reif (14), Sophie Ahlers (11), Franka Böhme (12), Eva Heinlein, Maria Löblein (1), Frida Böker, Nora Popp, Samira Bartzsch, Annika Ossade, Sophia Kocijan, Marlena Bothe, Michelle Kehrlein, Madlin Thiele, Vera König, Valerie Klatt, Caroline Elsäßer

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