Burkersdorf

Folk-Punker kehrt zurück

Konzert   Mit "Pogues"-Bassist Jamie Clark kommt am 30. April ein Weltstar nach Burkersdorf.
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Schreit sich die Seele aus dem Leib: Jamie Clark, der ehemalige Bassist der "Pogues". Am 30. April spielt er in Burkersdorf im "TECnet Zentrum".  Foto: Stephane Harnisch
Schreit sich die Seele aus dem Leib: Jamie Clark, der ehemalige Bassist der "Pogues". Am 30. April spielt er in Burkersdorf im "TECnet Zentrum". Foto: Stephane Harnisch
von unserem Mitarbeiter Stephan Stöckel

Burkersdorf — Sie beamten die irische Volksmusik ins Punkzeitalter, schrieben im Duett mit der leider viel zu früh verstorbenen Kirsty MacColl das unverwüstliche Weihnachtslied "A fairytale of New York" und gaben am 2. November 1995 ein viel umjubeltes, herzerfrischendes und abwechslungsreiches Konzert in der Lichtenfelser Stadthalle.
Die Rede ist von den irischen Folkpunkern "The Pogues", die mit Alben wie "Rum, sodomy & the Lash" (1985) oder "If I should fall from grace" (1988) Klassiker der modernen Rock- und Popmusik einspielten, die zu Welterfolgen wurden. Einer der damals mit dabei war, ist Jamie Clarke, seines Zeichens Bassist der legendären Band.
Am Donnerstag, 30. April, können die Fans ab 20 Uhr ein Wiedersehen mit ihrem Idol feiern: Auf Einladung des Kleinkunstvereins "TECnet Obermain" gibt der Weltstar im "TECnet Zentrum" Obermain in Burkersdorf ein Gastspiel, bei dem selbstverständlich auch die Gassenhauer der "Pogues" erklingen werden.
Die "Pogues", die mit ihrem trinkfreudigen Sänger Shane MacGowan noch heute um die halbe Welt touren, waren am Obermain eine gerne gesehen Band. Bereits am 25. September 1993 hatte die Gruppe in der Korbstadt ein umjubeltes Konzert in der Stadthalle gegeben. Zwei Jahre später kehrten die Musiker an die Stätte ihres Erfolgs zurück und eröffneten mit dem Song "Sunny side of life" einen kurzweiligen Auftritt, bei dem heitere Töne im Mittelpunkt standen. Diese wurden auf einem Banjo, einer Gitarre, einem Akkordeon, einem Bass und einem Schlagzeug gespielt.
Aber auch der Mut der Musiker, bodenständige Rhythmen aus ihrer Heimat mit modernem Rock zu mischen, gefiel. So konnte es schon einmal passieren, dass fröhliche Folkklänge einen Flirt mit aggressiven Punktönen eingingen.
Dass Feeling eines "Pogues"-Konzertes will auch Jamie Clarke mit seinem Projekt "Jamie Clark's Perfect" einfangen. Der Musiker spielt keinen Bass, sondern Gitarre. Außerdem singt er. Begleitet wird er von Mr. Tommy Bitch (Schlagzeug), Pierre Lavendel (Gitarre, Banjo, Mandoline, Flöte) und Yohan Go Go Gomar Revel (Bass).
Ihren Stil bezeichnet die Gruppe als einen Mix aus Irish Folk, Rockabilly und Punk, von den Akteuren kurz und bündig Folkabilly genannt. Karten gibt's unter www.okticket.de.
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