Stockheim
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Förderverein Bergbaugeschichte zieht eine positive Bilanz

Gerwin Eidloth, Vorsitzender des Fördervereins Bergbaugeschichte Stockheim-Neuhaus, zog bei der Hauptversammlung eine eindeutig positive Bilanz. So sei in d...
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Gerwin Eidloth, Vorsitzender des Fördervereins Bergbaugeschichte Stockheim-Neuhaus, zog bei der Hauptversammlung eine eindeutig positive Bilanz. So sei in den letzten zwölf Monaten aufgrund einer sehr guten Zusammenarbeit viel erreicht worden. Absoluter Höhepunkt des 78 Mitglieder starken Vereins war die mehrwöchige Ausstellung "Schwarzes Gold II" in der Neukenrother Zecherhalle mit 1750 Besuchern, darunter 18 Schulklassen.


Wiederholung am 5. November

Eine besondere Herausforderung sei die Aufstellung eines acht Meter hohen Förderturms gewesen. Eine weitere Attraktion stellte ein bergmännischer Stollen dar. Mit Vorträgen, Filmbeiträgen und einem Knappenabend sei das Event bereichert worden. Eidloth dankte allen Idealisten für ihren beispielhaften Einsatz. "Die Ausstellung war eine hervorragende Werbung für die 400-jährige bergbauliche Tradition im Haßlachtal", betonte der Vorsitzende.
Ebenfalls erinnerte Gerwin Eidloth an das Bergmannsfest, an die dreitägige Bergweihnacht sowie an die Wallfahrt nach Vierzehnheiligen zur Erinnerung an das Unglück von 1879.
Schließlich hätten auch die Veranstaltungen im Magazin mit den Vorführungen des Films "Das Wunder vom Maxschacht" an die 500 Besucher angelockt. Sehr erfolgreich verlaufen sei die Sonderausstellung mit Original-Blechspielzeug aus alter Zeit im bergbaulichen Magazin, informierte der Vorsitzende. In diesem Zusammenhang gab Gerwin Eidloth bekannt, dass aufgrund der beachtlichen Resonanz diese Ausstellung am Sonntag, 5. November, von 13 bis 17 Uhr wiederholt werde. Auch zeige man nochmals den Film "Das Wunder vom Maxschacht". Ebenfalls berichtete Günther Scheler von den Aktivitäten rund um den Geopfad. So hätten sich an den vier Führungen 84 Personen beteiligt. Schließlich habe man auch die Instandhaltung des Steinkohlen-Geotops - übrigens ein bayerisches Alleinstellungsmerkmal - übernommen. Weiter informierte Scheler, dass für den 7. April 2018 erneut eine Wallfahrt nach Vierzehnheiligen vorgesehen sei. Erneut plane man wieder die bergmännische Weihnacht, verbunden mit einem Weihnachtsmarkt, vom 1. bis 3. Dezember.
Die Protokollverlesung übernahm Schriftführer Joachim Beez und über die Finanzen berichtete Schatzmeister Karl-Heinz Wagner. Revision erteilte Edmund Sprenger. Einstimmig beschlossen die Versammlungsteilnehmer, den Arbeitskreis bergbauliches Magazin in den Förderverein zu integrieren. Ebenfalls entschloss man sich, drei neue Werbebanner für die bergmännische Weihnacht anzuschaffen. Nachdem der vor 25 Jahren angelegte Rundwanderweg durch die Bergbaugeschichte von Stockheim und Neuhaus sanierungsbedürftig sei - die Initiative erfolgte damals durch die Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft - würden im Zuge dieser Maßnahme vier neue Infotafeln angeschafft. Dazu werde ein neuer Wanderführer aufgelegt. Schließlich lägen die Investitionen bei rund 2500 Euro. Günther Scheler: "Die Wanderwege seien stark frequentiert. Wanderer aus ganz Deutschland begeben sich auf die Spuren der Bergleute."
Einstimmig sprach man sich für die Sanierung der bergmännischen Rentei (ehemaliges Verwaltungsgebäude) aus dem Jahre 1847 als letztes bauliches Zeugnis einer 400-jährigen Bergbauära in Stockheim-Reitsch-Neuhaus aus. Zuständig für die Realisierung sei die Gemeinde. Immerhin liege die staatliche Förderung bei 90 Prozent, informierte 2. Bürgermeister Siegfried Weißerth, der den Dank der Gemeinde an den Förderverein für seine breit gefächerten Aktivitäten aussprach. gf
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