Münchaurach
Kabelpflug

Föckersperger ist bereit für die großen Stromtrassen

Die Münchauracher Firma Föckersperger will mit ihren Kabelpflügen einen Beitrag zur Energiewende leisten. Denn, wie Firmenchef Frank Föckersperger erklärt, neben neuen Technologien der Energiespeicher...
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Im Norden von Münchaurach wurde der neue Kabelpflug getestet. Foto: Sänger
Im Norden von Münchaurach wurde der neue Kabelpflug getestet. Foto: Sänger

Die Münchauracher Firma Föckersperger will mit ihren Kabelpflügen einen Beitrag zur Energiewende leisten. Denn, wie Firmenchef Frank Föckersperger erklärt, neben neuen Technologien der Energiespeicherung sind hierfür insbesondere leistungsfähige Stromleitungsnetze erforderlich, welche die im Norden Deutschlands durch Windkraft erzeugte Energie in den Süden transportieren. Technische Lösungen, mit denen sich Erdkabel wirtschaftlich, umweltschonend und schnell verlegen lassen, bietet die Aurachtaler Firma, der Weltmarktführer für Rohr- und Kabelpflugsysteme.

Für den Bau der Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar entwickelte und fertigte das Unternehmen innerhalb weniger Monate einen speziellen Mehrfachpflug zum Einpflügen von 380-KV-Wechselstromleitungen, der künftig auf den Erdkabelabschnitten eingesetzt werden soll. Seit Oktober 2018 fanden dafür auf dem Testgelände des Unternehmens in Aurachtal mehrere Praxistests statt. Gemeinsam mit dem Stromnetzbetreiber Tennet wurden die Praxistests kürzlich abgeschlossen und die Arbeitsergebnisse analysiert.

Im Juli findet der erste Einsatz unter realen Bedingungen auf einem Trassenabschnitt bei Baddeckenstedt nahe Hildesheim statt. Auf der Trasse Wahle-Mecklar wurde eigens ein Erdkabelabschnitt geplant, der als Pilotprojekt für die neue Mehrfach-Kabelpflugtechnik dienen soll. Im Vorfeld fand in Aurachtal eine Veranstaltung inklusive Pflug-Vorführung speziell für die ansässigen Grundstücksbesitzer und Landwirte statt, bei der Föckersperger demonstrierte, dass der Eingriff in das Erdreich mit dem Mehrfachpflug sehr schonend verläuft.

Das Einpflügen der Leitungen reduziert erheblich den Bodeneingriff und die Trassenbreite im Vergleich zur offenen Bauweise - große Ausschachtungen werden dabei nicht vorgenommen und die Trasse kann in kürzester Zeit wieder hergestellt, befahren und bewirtschaftet werden. Nach dem positiven Verlauf der Tests unter Realbedingungen wird das neue Mehrfachpflugsystem bundesweit, unter anderem auf Trassenabschnitten des Südlink und des Südostlink eingesetzt werden.

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