Höchstadt a. d. Aisch
Konzert

Florian Engelhardt ist mit einer Orgeltour auf Besuch in seiner Heimat

Waltraud Enkert Höchstadt — Es ist ein Treffen unter Freunden, ein Wiedersehen nach langer Zeit: die erste Höchstadter Orgeltour. Kirchenmusiker Florian Engelhardt hat sie organisiert. Er ist in Höchs...
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Vor der Kirchentür von St. Georg ist Gelegenheit für den Musiker, mit den Konzertbesuchern ins Gespräch zu kommen.  Fotos: Waltraud Enkert
Vor der Kirchentür von St. Georg ist Gelegenheit für den Musiker, mit den Konzertbesuchern ins Gespräch zu kommen. Fotos: Waltraud Enkert
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Waltraud Enkert Höchstadt — Es ist ein Treffen unter Freunden, ein Wiedersehen nach langer Zeit: die erste Höchstadter Orgeltour. Kirchenmusiker Florian Engelhardt hat sie organisiert.

Er ist in Höchstadt aufgewachsen, hat hier sein Abitur gemacht. Das war genau vor 30 Jahren. Zum 30-Jährigen gab es ein Klassentreffen in Höchstadt. Eine schöne Gelegenheit, das Wiedersehen unter Schulkameraden mit dem von Freunden, Nachbarn und Bekannten zu verbinden.

Engelhardt hat für die Orgeltour einen Bus bestellt. Rund 25 Personen sind es, die am Parkplatz Aischwiesen einsteigen Richtung Christuskirche. Darunter auch eine Gruppe aus der Schweiz - hier lebt Florian Engelhardt heute.

Besucher warten in der Kirche

In der Christuskirche sitzen schon mindestens ebenso viele Leute, warten auf den Künstler und die Busgruppe. Zufrieden stellt Pfarrer Fritz Schäfer fest, dass die Kirche an einem Samstagvormittag schon so gut gefüllt ist. Engelhardt sagt: "Ich freue mich, dass ich heute in dieser Kirche spielen darf, in der ich getauft und konfirmiert wurde." Dann beginnt er sein virtuoses Spiel. Den 700, vielleicht 800 Pfeifen der Orgel entlockt er die volle Bandbreite der Möglichkeiten. Etwa 20 Jahre alt ist das Instrument. Der Charakter der Orgel passt in die Zeit des Barock. Werke von Johann Sebastian Bach dürfen da nicht fehlen. Nach 45 Minuten: Applaus. Die Orgeltour geht weiter mit dem Bus zur katholischen Pfarrkirche St. Georg, genauer gesagt bis zum Schillerplatz. Zu knapp, zu eng sind Stadttor und die Gässchen der Altstadt für die modernen Reisebusse.

Konzert dient der Ökumene

Auch die St.-Georgs-Kirche ist schon gut besetzt, als die Busgruppe ankommt. Dekan Kilian Kemmer heißt den Gast willkommen. Inzwischen ist es 12 Uhr. "In großen Städten bietet das City-Management um die Mittagszeit Orgelkonzerte an", sagt Kemmer. Ein solches gibt es heute auch in Höchstadt. Eines, das noch dazu die Ökumene fördert.

Klanglich passt die Weise-Orgel in St. Georg eher für die Romantik. Erneut 45 Minuten Meisterleistung des Profimusikers - und langer Applaus. Wer will, kann sich mit einer Spende bedanken.

Zeit für Gespräche

Auf dem Kirchplatz schüttelt Florian Engelhardt viele Hände. Auch die von Klaus-Dieter Stolper, jenem Organisten, dessen Spiel bei Gottesdiensten in der Christuskirche ihn schon als Kind begeistert hat. Noch ein paar Worte hier, ein paar Fotos da. Dann geht es zurück auf die Aischwiesen.

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