Ebern

Fleischdrinks von Eberns Filetstück?

In der der Alten Kaserne will ein Unternehmen Protein-Getränke in Flaschen abfüllen. Für das Vorhaben müsste die Stadt die Sportplatzfläche neben der Frauengrundhalle opfern.
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Foto: Eckehard Kiesewetter
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Eckehard Kiesewetter

Zunächst einmal geht es nur um eine Bauvoranfrage; aber es geht auch um ein Filetstück im Bereich des Gewerbegebiets Alte Kaserne in Ebern. Auf der Grünfläche direkt neben der Frauengrundhalle, dort, wo sich Asylbewerber die Zeit mit Fußballspiel vertreiben, könnten bald Getränkeflaschen die Runden drehen. Dem Bauausschuss der Stadtrats lag bei seiner Sitzung am Mittwochabend ein Baugesuch der "Nutrition Secure Solutions EU GmbH" vor, die neben der Stadthalle eine Abfüllanlage bauen will. Es geht um Trinksnacks aus Fleisch und Gemüse aus der Flasche. Als Produktionsfläche hat sich das Unternehmen den Sportplatz neben der Frauengrundhalle ausgeguckt, der im Bebauungsplan bisher als Freifläche deklariert ist.
Deshalb wäre eine Befreiung vom Bebauungsplan nötig. Dort soll den Angaben zufolge ein rundes Bauwerk mit einer Kuppel von 56 Metern Durchmesser entstehen. Geplant ist eine Lebensmittelproduktionsstätte", in der laut Antrag bis zu 30 Mitarbeiter im Zwei-Schichten-Betrieb zwischen 7 und 22 Uhr jeden Tag 13 800 Flaschen mit dem Trinksnack füllen sollen. "Es geht um die Verarbeitung von Fleisch aus umliegenden Betrieben und nicht um Schlachtung", erklärte Zweiter Bürgermeister Harald Pascher, der die Sitzung des Bauausschusses leitete.


Bis zu 30 Arbeitsplätze

Vorerst gehe es alleine um eine Voranfrage, weswegen er Diskussionen im Gremium über die Eignung des Standortes zu unterbinden suchte. Fragen zu Emissionen und Lärmschutz werde das Landratsamt prüfen. Zwischen der Frauengrundhalle und dem Gewerbebetrieb bliebe den Angaben zufolge ein 20 Meter breiter Streifen als öffentliche Verkehrsfläche frei. Während Rainer Kaffer den Standort grundsätzlich ablehnte, wollte Klaus Schineller möglichst viel von der Grünfläche erhalten wissen. Harald Pascher und Brunhilde Giegold argumentierten mit der Aussicht auf neue Stellen. "Ebern braucht Arbeitsplätze", sagte Giegold. Letztlich stimmte der Ausschuss bei drei Gegenstimmen für das Bauvorhaben.


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