Herzogenaurach

Firmen werben um Nachwuchs

Bei der Ausbildungsbörse des Landkreises präsentierten 100 Aussteller sich und ihre freien Lehrstellen. Das Interesse der Jugendlichen war allerdings geringer als in den Vorjahren.
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Tiefe Einblicke bot die Erlanger Uniklinik. Fotos: Richard Sänger
Tiefe Einblicke bot die Erlanger Uniklinik. Fotos: Richard Sänger
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Zur landkreisweiten Ausbildungsbörse mit 100 Ausstellern waren junge Leute am Wochenende in die Dreifachsporthalle des Gymnasiums Herzogenaurach eingeladen. "Bildung und Ausbildung bereiten den Weg für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Als eine der Bildungsregionen in Bayern wollen wir Bildung noch besser machen und Chancen auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig und zukunftsorientiert gestalten", erklärte Landrat Alexander Tritthart (CSU) bei der Eröffnung.

So biete der Landkreis Erlangen-Höchstadt mit der Ausbildungsbörse den Schülern sowie der Wirtschaft eine Plattform. "Wir wollen den künftigen Generationen Perspektiven schaffen und vor Ort Netzwerke aufbauen", erklärte der Landrat. "Mit der Ausbildungsbörse soll zusammenkommen, was zusammengehört: Jugendliche, die ihren Weg ins Berufsleben suchen und Unternehmen, die Nachwuchs suchen", so der Landrat. "Der Wirtschaft wie auch der Politik liegt viel daran, unsere talentierten und wissbegierigen jungen Menschen in unserem Landkreis und unserer Region zu halten", lautete Trittharts Wunsch.

Azubis als Gesprächspartner

"Wir möchten unserem Nachwuchs hier eine gute Chance geben und wollen für den demografischen Wandel gewappnet sein", ergänzte Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD). Die Wahl des Ausbildungs- oder Studienganges gehöre zu den folgenreichsten Entscheidungen, die junge Leute treffen. Sie stelle die Weichen für die Zukunft, und genau das mache die Entscheidung etwas schwierig. Da sich die Arbeitswelt in den vergangenen Jahren rasant verändert habe, würden umfangreiche und gute Informationen benötigt.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen konnten sich einen Überblick über verschiedenste Ausbildungsberufe verschaffen und Kontakte zu ausbildenden Betrieben, Institutionen und Berufsfachschulen knüpfen. Außerdem standen Jugendliche, die noch in der Ausbildung sind oder bereits eine abgeschlossene Ausbildung haben, als Gesprächspartner zur Verfügung. Wie zu hören war und auch am Schwarzen Brett ersichtlich wurde, gibt es für dieses Jahr noch eine ganze Reihe von Ausbildungsplätzen.

Die jungen Besucher konnten sich nicht nur informieren, sondern auch ihre Fragen loswerden. Denn das ist einer der Vorteile, den die Ausbildungsbörse bietet: Sie stellt den persönlichen Kontakt her. Neben der trockenen Theorie der vielen Gespräche und Vorträge bot die Börse auch die Möglichkeit, bei einigen der teilnehmenden Firmen schon einmal sein praktisches Geschick an Werkzeug oder Geräten zu erproben.

Im Juli 2001 wurde in der Sporthalle der Hauptschule am Burgstaller Weg der Grundstein für die Ausbildungsbörse gelegt. Damals nahmen 27 Firmen teil. Hauptinitiator der ersten Börse war Alois Hummel, der als Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) die Fäden in die Hände nahm. Mit dabei waren damals auch der ehemalige Schaeffler-Ausbildungsleiter Bernhard Schwab, Betriebsratsvorsitzender Thomas Mölkner, Architekt Helmut Popp, das Jugendhaus Rabatz, das Arbeitsamt Erlangen und das staatliche Berufsschulzentrum. An der zweiten Ausbildungsbörse 2003 beteiligten sich bereits 37 Aussteller, zur zehnten Börse hatten sich bereits 61 Firmen angemeldet und bei der 17. Börse waren es 90 Firmen. In diesem Jahr wurde es mit 100 Ausstellern schon eng. Allerdings war von einigen ausstellenden Firmen auch zu hören, dass der Andrang von Schulabgängern in den letzten Jahren erheblich größer war und möglicherweise das Konzept der Ausbildungsbörse geändert werden sollte.

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