Höchstadt a. d. Aisch

Fiederling bleibt an der Spitze des Spix-Freundeskreises

Die Mitgliederzahl steigt kontinuierlich, die Besucherzahlen im Spix-Museum gegen stetig nach oben. Dementsprechend positiv fiel der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Herbert Fiederling bei der Ja...
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Die Mitgliederzahl steigt kontinuierlich, die Besucherzahlen im Spix-Museum gegen stetig nach oben. Dementsprechend positiv fiel der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Herbert Fiederling bei der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises aus.

Auch für 2020 gibt es schon Pläne, was die Mitglieder mit Wohlwollen aufnahmen. So stand den Neuwahlen nichts im Wege. An der Spitze bleibt Herbert Fiederling. Im zur Seite stehen bewährte Kräfte - doch auch eine Verjüngung des Gremiums wurde eingeleitet.

"Wir haben immer noch Jubiläum", sagt Herbert Fiederling bei der Eröffnung der Hauptversammlung der Spix-Freunde. Denn von 1817 bis 1820 war Johann Baptist Ritter von Spix auf seiner legendären Brasilien-Expedition. Grund für Fiederling, im Reisetagebuch zu blättern. "Genau heute war Spix in Tabatinga, der westlichsten Stadt Brasiliens - direkt an der Grenze zu Peru."

Der Höchstadter Forscher, so resümierte Fiederling, war überfordert mit den dortigen Erlebnissen. Getragen von Rauschmitteln, führten die Indianer um Spix herum tagelang Tanzexzesse aus. "Babys wurden alle Haare ausgerissen."

Im Höchstadter Töpfla geht es zwei Jahrhunderte später hingegen sehr geordnet zu. "Wir sind auf 70 Mitglieder angewachsen. Das Museum wurde 2019 von 800 Gästen besichtigt, und wir hatten eine Sonderausstellung mit 300 Besuchern", bemerkte der Vorsitzende. "Schade ist nur, dass gerade Ur-Höchstadter sich schwertun mit einer Mitgliedschaft."

"Vor allem finde ich es schade, dass nur wenige Stadträte unsere Arbeit mit ihrem Beitritt unterstützen", beklagte Gerhard Schlee. Dem Elan der Spix-Freunde tut das freilich keinen Abbruch. Schon im März wird es eine neue Sonderausstellung geben. Dann werden seltene Käfer gezeigt. "Besonders schön ist, dass auch von Spix persönlich entdeckte Arten dabei sein werden", freute sich Fiederling.

Schatzmeister Franz Brauers zeigte sich in seinem letzten Bericht erfreut, trotz der aufwändigen Umgestaltung des Museums eine komfortabel gefüllte Kasse übergeben zu können. Die wichtigste Neuanschaffung 2019 sei ein Nachdruck der Cephalogenesis gewesen. Das überdimensionale Buch enthalte zahlreiche Lithografien.

"Die letzten Jahre mit den Jubiläumsfeierlichkeiten und der Neugestaltung unseres Museums haben uns allen viel Kraft gekostet", betonte Fiederling. Deshalb freue er sich, dass der kleine Verein gemeinsam ein so umfangreiches Programm stemmen konnte. "Mit einer Inventarisierung unseres Depots steht nun die nächste Herkulesaufgabe bevor", sagte der Vorsitzende und freute sich, auch dafür motivierte Menschen an seiner Seite zu haben. red

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