Rödental
Schädlinge

Fichten wird es im Geiers Löhlein bald nicht mehr geben

Vom Friedhof Oeslau aus ist das Problem kaum zu übersehen. Dort stand der Bausenat der Stadt bei seiner jüngsten Sitzung und blickte auf das Waldstück Geiers Löhlein. Zwischen dem Grün der Laubbäume r...
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Tote Fichten im Geiers Löhlein, nahe dem Friedhof. Foto: Rainer Lutz
Tote Fichten im Geiers Löhlein, nahe dem Friedhof. Foto: Rainer Lutz

Vom Friedhof Oeslau aus ist das Problem kaum zu übersehen. Dort stand der Bausenat der Stadt bei seiner jüngsten Sitzung und blickte auf das Waldstück Geiers Löhlein. Zwischen dem Grün der Laubbäume ragen dort braune Fichten auf. "Borkenkäfer", nennt Ulrich Corr, stellvertretender Leiter des Bauhofs, die Ursache. Alle Fichten in dem Wäldchen müssen raus.

Mehr als 50 - teilweise mächtige - Fichten sind dem Schädling zum Opfer gefallen. Weil das Gelände steil ist, und natürlich die Laubbäume alle stehen bleiben sollen, ist es nicht einfach, die Bäume dort zu entfernen. "Wir werden eine Firma damit beauftragen", erklärt Ulrich Corr. Schließlich soll der Schaden am übrigen Bestand in Grenzen gehalten werden, wenn die Fällung erfolgt.

Ganz ohne Belastung wird es aber nicht gehen. Auch das stellt Corr klar. "Irgendwo müssen die Arbeiter ja rein", erklärt er. Und die Stämme müssen raus. Es wird also eine Gasse geben müssen, über die das erfolgt. Eine kahle Fläche müssen die Bürger aber nicht befürchten. Unter dem Schirm alter Eschen, Ahornbäume, Robinien und anderer ist schon jetzt dichte Naturverjüngung vorhanden.

Das Wäldchen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, das von Spazierwegen durchzogen ist. Fällaktionen werden in solchen Bereichen oft von der Bevölkerung kritisch gesehen. Doch die Entfernung von Käferbäumen ist nach dem Waldgesetz vorgeschrieben. Geld wird die Stadt damit nicht verdienen. Der Holzpreis ist wegen der hohen Menge an Schadholz derzeit im Keller. rlu

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